Rosengarten Nebelmeer und Fernsicht dank Inversionslage

Rosengarten / SEL 14.01.2014
Nebel im Kochertal, Sonne auf den Höhen: "Das ist eine Wetterlage, die im Flachland nur alle zehn bis zwanzig Jahre vorkommt." Martin Melber, Wetterbeobachter aus Westheim, erklärt das Entstehen.

Meteorologen bezeichnen das Wetter vom Sonntag als Inversionslage: Oben ist es warm, im Tal ists kälter. Konkret: In Westheim hat Melber eine Tageshöchsttemperatur von 1,0 Grad Celsius gemessen, auf dem Einkorn, so Melber, dürften es um die 5 Grad gewesen sein. "Am frühen Morgen gibt es so etwas öfters", weiß Melber, "aber dass so eine Wetterlage den ganzen Tag über bleibt, ist im Flachland sehr selten." Die im Winter noch tief stehende Sonne habe offenbar noch zu wenig Kraft gehabt, um die in den Tälern liegende feuchte Luft zu erwärmen. Melber war am Sonntag wie zahlreiche weitere Spaziergänger auf dem Einkorn und hat das Naturspektakel bewundert. "In der Ferne sah man den Uttenhofener Wasserturm. Der sah fast wie ein Ufo aus." Die nächsten Tage bleibe das Wetter novemberlich: nasskalt bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad und etwas Nachtfrost, etwas Regen.

Können sich Wintersportler und Kinder noch auf Schnee freuen? Melber: "Der Februar kann noch viel bringen. Der war in den vergangen Jahren meist der winterlichste Monat." Melber erinnert an den Februar 1956. Nach einem ebenfalls milden Frühjahr wurde im Februar sibirische Kälte gemessen, mit tagsüber minus 10 bis 15 Grad und nachts minus 30 Grad. Doch noch liegt die Kaltfront über Russland. Ob sie sich nach Westen verlagert, ist unklar.