Stabile Hochs, ganz viel Sonne, hitzegeplagte Menschen mit ausgeprägter Erfrischungssehnsucht: Der Sommer 2018 hatte alles im Repertoire, was sich Freibadbetreiber wünschen. Davon profitierte natürlich auch das Naturerlebnisbad in Wallhausen – auch wenn dieses nicht an Besucherzahlen anderer Bäder herankommt: 13 600 zahlende Gäste waren’s unterm Strich. Zum Vergleich: Das Freibad in Satteldorf kam auf mehr als 38 000 Besucher, jenes in Langenburg sogar auf rund 41 000.

Crailsheim/Satteldorf

„Freuen wir uns, dass wir so einen guten Sommer gehabt haben“, sagte Bürgermeisterin Rita Behr-Martin in der jüngsten Gemeinderatssitzung, in der die Verwaltung Bericht über die Badesaison 2018 erstattete. Freilich hatte die Hitze nicht nur erfreuliche Folgen: So musste viel Frischwasser zugeführt werden – um genau zu sein 28,95 Kubikmeter am Tag. Und so war es nötig, dass zwei Pumpen Tag und Nacht im Einsatz waren. Sowohl der Wasser- als auch der Stromverbrauch – und damit die Betriebskosten – stiegen also gegenüber normalen Jahren.

Gleichwohl ist das finanzielle Ergebnis unterm Strich etwas besser, als dies erwartet und in den Haushaltsplan 2018 geschrieben worden war. Die Verwaltung hatte mit einem Defizit von gut 171 000 Euro gerechnet, letztlich wurden es 160 000 Euro. Wobei es sich dabei um ein vorläufiges Ergebnis handelt, der endgültige Rechnungsabschluss steht noch aus.

Wolpertshausen

Der Kostendeckungsgrad liegt damit bei rund 16,5 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es nur rund 8 Prozent gewesen. „Das liegt an den fast verdoppelten Eintrittsgeldern“, sagte Kämmerer Jürgen Rosenäcker. Behr-Martin sprach derweil davon, dass beim Naturerlebnisbad „noch Luft nach oben“ sei. Was sie damit meint, wird deutlich, wenn man sich den durchschnittlichen Kostendeckungsgrad von Freibädern in Baden-Württemberg anschaut. Dieser liegt bei rund ­
30 Prozent.

Gemeinderat Hermann Bolz kommentierte die Zahlen mit einem Augenzwinkern so: „Wenn wir so weitermachen, sind wir ja in fünf Jahren im Plus.“­