Fichtenberg Musikverein lässts krachen

KARL-HEINZ RÜCKERT 08.10.2014
Volles Haus konnte der Fichtenberger Musikverein am vergangenen Sonntag melden. Zum traditionellen Weinfest mit viel Musik war die Gemeindehalle bereits mittags fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Ein Bilderbuchweinfest erlebten die Besucher des 35. Weinfestes beim Musikverein. Das kleine traditionelle Volksfest, das die Fichtenberger Musiker seit ihrer Gründung in ihrem Terminkalender stehen haben, begeisterte auch am Sonntag ein zahlreiches Publikum in der Gemeindehalle. Zum Mittagstisch standen nur noch wenige Tischplätze zur Auswahl. Küche und flinke Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, um die begehrten Schlachtplatten, Schnitzel oder Bratwürste an die Tische zu bringen. Gemütlichkeit und unterhaltsame Blasmusik steigerten die Weinfestatmosphäre.

Angeführt wurde der musikalische Reigen von der "70er Band Crailsheim", die das Publikum auch mit Alphornbläsereinlagen begeisterte. Zu Kaffee und Kuchen unterhielten dann die Jugend- und Stammkapelle des Gastgebervereins die Gäste. Und zum Ausklang ließ es die Bühlerzeller Musikkapelle nochmals richtig krachen. Beliebter Anlaufpunkt war auch der Weinprobierstand mit einer Auswahl erlesener Tröpfchen.

Sauschätzen war genauso angesagt und sorgte für Spannung und Diskussionen unter den Fachleuten, die strengstes Stillschweigen über ihren Tipp zum Gewicht des Festmaskottchens "Sau Clara" bewahrten. Nach dem Wiegezeremoniell unter bürgermeisterlicher Aufsicht wars dann raus: Die "Clara" brachte in diesem Jahr 104 Kilogramm und 200 Gramm auf die Waage. Genau getroffen hat das Gewicht keiner der Schätzer. Alle lagen sie hundert Gramm "drumrum", wie Musikervorsitzender Tim Widmann dem gespannt wartenden Publikum mitteilte. So war das Losglück gefordert. Es entschied sich für Micha Kober.

Keine Sorge, die Sau wird zunächst überleben, denn die Familie Kober entschied sich für den Geldpreis. Der zweite und dritte Preis ging per Losentscheid an Melina Süpple und Renate Pöthig. Durch geschickte Streuung seiner Tipps räumte Fichtenbergs früherer Bürgermeister Hermann Sperber gleich vier Preise in Folge ab. Die Preise hatten örtliche Gewerbetreibende und Gastronomiebetriebe gestiftet.