Schwäbisch Hall Modernisierung der Kornhausscheunen gefällt der Jury

Schwäbisch Hall / MATHIAS BARTELS 11.09.2013
Einer Versuchung sind die Planer des völlig neu geordneten Kocherquartiers in Schwäbisch Hall nicht erlegen: das Areal mit einer Einkaufs-Mall nach amerikanischem Vorbild zu überziehen. Der Denkmalschutz stand dem entgegen.

So gibt es zwar die neuen Geschäftszeilen zwischen ehemaligem Gefängnis und Froschgraben, ein komplett überdachtes Einkaufszentrum sucht man indes vergebens.

Diese Entwicklung hat auch die Jury des Wettbewerbs "Beispielhaftes Bauen" ausdrücklich begrüßt. Mit der denkmalgerechten Modernisierung und Umnutzung der Kornhausscheunen hat sie ein Bauvorhaben der GWG Hall mbH gewürdigt, bei der der Versuchung einer Mall gleichfalls widerstanden wurde. Die Umnutzung zur Markthalle, in der künftig Händler ihre Waren anbieten, sei sehr gut gelungen, heißt es in der Jury-Begründung. Zudem finden dort Büro- und Modegeschäfte einen zentralen Platz.

Scheunen haben traditionell keine oder nur kleine Fenster. Größere Öffnungen waren also mit dem Denkmalschutz nicht vereinbar. Dieses Manko hat Architekt Dr. Alexander Beck aus Blaufelden geschickt mit einem Innenraum-Konzept gelöst, das große, zusammenhängende Räume schafft, in denen das Auge immer auf mehrere Fensteröffnungen gleichzeitig fällt. So entsteht der Eindruck guter und ausreichender Belichtung. Die Konsequenz: ein Preis beim Wettbewerb 2013.

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