Langenburg Mit 12.900 PS auf Hohenloher Straßen

Langenburg Historic in Hall  16
Langenburg Historic in Hall 16 © Foto: Arslan, Ufuk Arslan, Ufuk
Langenburg / Luca Schmidt 19.06.2018
Bei der zehnten Langenburg Historic starten 94 Teilnehmer mit ihren Autos und Motorrädern. Spaß und stressfreies Fahren stehen im Vordergrund.

Je älter, desto besser: Dieser Spruch gilt nicht nur für Wein, sondern auch für Autos und Motorräder – zumindest, wenn es nach Oldtimer-Liebhabern geht. 94 haben sich für die zehnte Auflage der Langenburg Historic am Freitag und Samstag angemeldet – insgesamt sind das rund 12.900 PS. Zugelassen sind Pkw bis Baujahr 1984, die bei der Wertung in vier unterschiedlichen Altersklassen fahren. Eine fünfte Klasse bilden Motorräder, die nicht jünger als Baujahr 1971 sein dürfen.

Was es am Freitag mit dem „Old­athlon“ auf sich hat, erklärt Heiner Großeibl. „An zwei Stationen müssen Fahrer und Beifahrer Bälle auf Dosen werfen.“ Ziel ist es, die Strecke möglichst schnell zu absolvieren und viele Dosen abzuräumen.

Großeibl ist gemeinsam mit Klaus Groninger nicht nur Organisator, sondern fährt auch selbst einen Porsche 911 Carrera, Baujahr 1976. „Ich habe immer eine Gänsehaut, wenn Fahrzeuge aus der Vorkriegszeit auftauchen“, sagt er. Großeibl ist seit der ersten Auflage 2001 dabei, damals noch unter dem Namen „Langenburg Classics.“

Der Unterschied zu anderen Ausfahrten sei die Gegend um Langenburg, so Großeibl. „Wir haben mit dem Schloss einen schönen Startpunkt. Außerdem können wir den Teilnehmern unser Hohenloher Land präsentieren.“ Seine Lieblingspassage ist die Strecke zwischen Tullau und Oberrot, „auch wenn es viele schöne Orte gibt“.

Einen Oldtimer zu besitzen und zu fahren, ist ein Hobby für alle, da ist sich Großeibl sicher. „Wenn man einmal mit dem Bazillus infiziert ist, dann kann man damit nicht mehr aufhören.“ Dabei gebe es Unterschiede zwischen den Sammlern. „Zum einen gibt es Schrauber, die Oldtimer besitzen; zum anderen gibt es Leute, die Oldtimer als Wertanlage sehen.“ Bei der Langenburg Historic würden vor allem die Schrauber an den Start gehen.

Seine Tochter Sinah Großeibl ist ebenfalls seit 2011 beim Organisationsteam. Warum sie mitmacht? „Man hilft halt seiner Familie.“ Sie weiß, woher die Teilnehmer mit ihren Autos anreisen. „Die weiteste Anfahrt hat der Besitzer eines BMW 2002, Baujahr 1971, aus der Nähe von Bremen. Aus Lugano kommt mit der Startnummer 15 ein Rolls-Royce Silvercloud 2“, sagt sie. Das Gefährt mit den meisten Pferdestärken unter der Haube ist heuer eine Iso Lele mit 330 PS.

Im vergangenen Jahr hat es keine „Historic“ gegeben – die Organisatoren waren beruflich zu sehr eingespannt, erklärt Heiner Großeibl. Umso glücklicher sei er jetzt, dass wieder gefahren werden kann. „Wir freuen uns, dass wir die Teilnehmer wieder in Langenburg begrüßen können.“

Bei der Ausfahrt sind auch Aufgaben zu lösen

Los geht’s am Freitag, 22. Juni, mit dem Oldathlon und Concours Historic des Deutschen Automuseums in Langenburg – eine Bewertung von Team und Fahrzeug. Auch die Zuschauer können entscheiden: beim Publikumspreis der Südwest Presse. Startpunkt für eine rund zweistündige Ausfahrt ist um 17.30 Uhr das Langenburger Schloss, Ziel ist das Gut Ludwigsruhe.

Eine rund 200 Kilometer lange Ausfahrt gibt es am Samstag, 23. Juni. Startpunkt ist um 8.30 Uhr das Schloss. Von dort geht es über Pfedelbach nach Schwäbisch Hall und wieder zurück. Unterwegs müssen die Teilnehmer Fragen beantworten und Geschicklichkeitsaufgaben lösen. Neben einer Orientierungsprüfung gibt es bei der Ausfahrt auch eine sportliche Wertungsprüfung. Ziel ist es, eine bestimmte Strecke möglichst genau in einer vorgegebenen Zeit zu fahren.

Mehr Infos zur Veranstaltung gibt’s online unter www.langenburg-historic.de. luc

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