Region Ministerium sieht sich zum Sparen gezwungen

Region / DYK 21.03.2013
Das Kultusministerium pocht darauf, am Staatlichen Schulamt in Künzelsau eine Stelle einsparen zu müssen. Das antwortete das Ministerium den betroffenen Landkreisen. Die Landräte sind enttäuscht.

Würde das Kultusministerium bei seiner Personalplanung einen Bereich entlasten wollen, würde ein anderer zusätzlich belastet - so begründet es die Ministerialdirektorin Margret Ruep in einem Schreiben an die Landräte Helmut Jahn (Hohenlohekreis), Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis) und Gerhard Bauer (Landkreis Schwäbisch Hall). Die Behördenleiter hatten in einem gemeinsamen Schreiben dagegen protestiert, dass im Künzelsauer Schulamt die Stelle der Schulrätin Monika Blum-Thol, die wegzog, nicht wieder besetzt wird. Die beiden verbliebenen Kollegen, die für die Grundschulen zuständig sind, müssten nun den Schulamtsbezirk mit drei Flächen-Landkreisen zu zweit betreuen.

Den Protest der Landräte schmettert das Ministerium ab. Innerhalb des Ressorts müssten bis 2020 11600 Lehrerstellen und 136 außerschulische Stellen gestrichen werden. Auch im Künzelsauer Schulamt müsse gespart werden, betont Ruep. Ausgenommen ist - wegen des Amoklaufs in Winnenden - lediglich der Schulpsychologische Dienst. "Es bleibt uns daher keine andere Möglichkeit, als auch Schulratsstellen zu streichen", schreibt Ruep und bittet die Landräte um Verständnis, "dass ich Ihrem Anliegen, die Wiederbesetzung der Stelle von Frau Blum-Thol zuzulassen, leider nicht entsprechen kann".

Die Landräte regieren mit Unverständnis. "Wir sind enttäuscht", teilten sie gestern unisono mit. Es wäre sachgerecht und wichtig gewesen, diese Stelle "zum Wohle der Kinder, Eltern, Lehrer und Schulträger zu erhalten". Dies gelte besonders angesichts des aktuellen Umbruchs in der Bildungslandschaft und des Planungsaufwands für die Einführung der Gemeinschaftsschule.