Michelbach/Rosengarten / noa  Uhr
Der Neubau der Kocherbrücke bei Wilhelmsglück kommt voran. 1,115 Millionen Euro werden investiert.

An der Kocherbrücke bei Wilhelmsglück wird mit Hochdruck gearbeitet. Bis September soll die eigentliche Brücke fertig sein. „Ab Oktober können voraussichtlich die Straßenbauarbeiten beginnen, um die bestehende Kreisstraße an das neue Bauwerk anzubinden“, schreibt das Haller Landratsamt in einer Pressemitteilung.

In den vergangenen Wochen seien massive Bohrpfähle für die sogenannten „Brückenwiderlager“ in den Boden eingebracht worden. Zusammen mit dem Mittelpfeiler würden diese den Brückenunterbau bilden. „Die Gründungsarbeiten für den neuen Mittelpfeiler sind ebenfalls in vollem Gang“, schreibt das Landratsamt. Eine provisorische Furt sei eingerichtet worden, um die Arbeiten ausführen zu können. Sobald der Brückenunterbau erstellt ist, würden die Fertigteile für den Überbau gesetzt.

Bauwerke im Landkreis werden regelmäßig überprüft. Zwei Sanierungen stehen an.

„Die neue Brücke kann voraussichtlich Ende des Jahres freigegeben werden“, hofft das Landratsamt. Einen genauen Termin könne man aber noch nicht nennen, da noch zahlreiche „Einzelleistungen“ auszuführen seien. Für das Projekt seien insgesamt Mittel in Höhe von rund 1,115 Millionen Euro veranschlagt worden. Davon trage der Kreis 600.000 Euro und 515.000 Euro kämen als Förderung aus dem „Sanierungsfonds für kommunale Brücken“ des Landes Baden-Württemberg.

Lange hat es gedauert, bis Bewegung in den Neubau der Brücke gekommen ist. Das ursprüngliche, marode Bauwerk musste schon Anfang 2015 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Vor allem bei Landwirten aus Michelbach und Rosengarten hat dieser Umstand zu viel Unmut und kilometerlangen Umwegen geführt, um zu ihren bewirtschafteten Flächen zu gelangen. „Es ist auf den Weg gebracht und die Umsetzung liegt in der Verantwortung des Landkreises“, sagt Rosengartens Bürgermeister Jürgen König. Mehr gäbe es zurzeit nicht zu sagen. Sein Michelbacher Amtskollege Werner Dörr ist auch zufrieden, dass es vorangeht: „Wir werden immer noch regelmäßig gefragt, wie denn der Stand der Dinge ist.“ Er habe deshalb immer wieder beim Landratsamt nachfragt. „Es hat lange gedauert. Jetzt hoffen wir, dass die Brücke fertig wird wie angekündigt“, so Dörr.

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