Geborgenheit für Traglinge Michaela Frisch-Winkelbeiner wickelt Eltern und Kinder fachmännisch ein

Tragetuchberaterin Michaela Frisch-Winkelbeiner aus Gröningen zeigt Eltern die beste Tragetechnik für ihr Baby. Die Bindetechnik wird zunächst mit einer Puppe geübt. Foto: Christine Hofmann
Tragetuchberaterin Michaela Frisch-Winkelbeiner aus Gröningen zeigt Eltern die beste Tragetechnik für ihr Baby. Die Bindetechnik wird zunächst mit einer Puppe geübt. Foto: Christine Hofmann
Gröningen / CHRISTINE HOFMANN 09.05.2012
Aus voller Überzeugung wickelt Michaela Frisch-Winkelbeiner Eltern und Kinder ein. Die Gröningerin hat eine Ausbildung als Trageberaterin gemacht und berät nun junge Eltern in Sachen Babytragen.

Die eine Tuchseite kommt auf die rechte Schulter, die andere auf die linke. Dann zweimal kreuzen, um die Hüfte und zurück, Kind hineinsetzen, Falten herausstreichen - und fertig. Innerhalb weniger Minuten ist aus dem 5,60 Meter langen gewebten Tuchstreifen eine Tragehilfe fürs Baby geworden. Was einfach aussieht, hat schon viele Eltern zu Verzweiflung gebracht. "Man muss genau wissen, wie es geht, und es braucht etwas Übung. Wenn man es einmal richtig begriffen hat, ist es wirklich nicht schwer", bestätigt Michaela Frisch-Winkelbeiner. "Es ist wie Schuhebinden: Nicht schwer, aber man muss es üben und regelmäßig machen."

Als ihre Tochter Leonie vor dreieinhalb Jahren auf die Welt kam, hat die junge Mutter selbst die Erfahrung gemacht, dass das Tragen eines Säuglings mit einem Tragetuch gar nicht so einfach ist. "Nur mit einer schriftlichen Anleitung und dann noch in einer Stresssituation, in der die Zeit drängt und das Baby schreit - das konnte nicht funktionieren", erinnert sich die Gröningerin. Doch anstatt das Tuch in die Ecke zu legen und den Kinderwagen zu benutzen, wie es viele Eltern in ähnlichen Situationen tun, holte sich Frisch-Winkelbeiner Unterstützung. "Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass es speziell ausgebildete Trageberaterinnen gibt, die ins Haus kommen und zusammen mit den Eltern geeignete Bindetechniken einüben, bis es klappt. Das hat mir sehr geholfen", erinnert sich die 27-Jährige. Sofort wurde das Leben für Mutter und Kind leichter: Baby Leonie war stets ganz nah bei der Mama - dass es genau dies wollte, hatte es vorher lautstark demonstriert. Und die damals Alleinerziehende hatte wieder die Hände frei zum Kochen, Wäsche aufhängen und Einkaufen. "Es war ein Segen", meint Michaela Frisch-Winkelbeiner.

Mittlerweile hat sich die inzwischen zweifache Mutter zur Trageberaterin ausbilden lassen. Jetzt berät sie hilfesuchende Eltern in allen Fragen rund ums Babytragen. Sie führt ein Sortiment an verschiedenen Tüchern vor und zeigt die Vor- und Nachteile der zahlreichen Tragehilfen und Komforttragen auf, die es auf dem Markt gibt. "Es gibt eine Vielfalt, die einen anfangs richtig verunsichern kann. Da ist es gut, wenn man jemanden fragen kann", sagt Frisch-Winkelbeiner. In ihren Augen ist das klassische Tragetuch die beste Wahl: Es schmiegt sich genau ums Kind, unterstützt die Anatomie des Babys, kann von der Geburt bis zum dritten oder vierten Lebensjahr verwendet werden und dient später noch als Hängematte oder Decke. Immer mehr Frühchenstationen setzen Tragetücher ein, weil die Körperwärme und Bewegung der Erwachsenen den Winzlingen gut tut. Auch beim Sport leistet ein Tragetuch den Eltern gute Dienste. Michaela Frisch-Winkelbeiner will bald auch Nordic-Walking-Kurse mit Tragetuch anbieten.

Info Michaela Frisch-Winkelbeiner ist zu erreichen unter Telefon 01 78 / 80 33 769 oder per E-Mail unter leo-das-tragemadel@web.de.

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