Parkplatz an Kochertalbrücke Mehr Standplätze, Standort der Kapelle ist offen

Schwester Astrid Henniges und das Modell der Autobahnkapelle. Foto: dpa
Schwester Astrid Henniges und das Modell der Autobahnkapelle. Foto: dpa
Braunsbach / ELISABETH SCHWEIKERT 04.05.2012
Die Autobahnkapelle bei der Kochertalbrücke soll ab Spätsommer gebaut werden. Die Christusträgerinnen hoffen, dass sie den ursprünglich gewählten Platz zur Verfügung gestellt bekommen.

Der Parkplatz im Osten der Kochertalbrücke soll neu gestaltet werden. Wie Jürgen Holzwarth, Referatsleiter beim Regierungspräsidium (RP), dieser Tage in Geislingen berichtete, sollen dort 20 zusätzliche Lkw-Parkplätze geschaffen werden. Insgesamt sollen dort dann 50 Lkw-Parkplätze den Truckern zur Verfügung stehen - wie ab Sommer auch am Reußenberg-Parkplatz, dort werden derzeit die Parkplätze erweitert. Der Hintergrund: Entlang der Autobahnen sind Parkplätze für Lastwagen Mangelware - vor allem abends sind die Buchten und Stellplätze dicht zugeparkt.

Die Folge dieses Vorhabens: Der Baubeginn der Kapelle verschiebt sich. Wohl erst ab Spätsommer wird mit dem Bau begonnen werden können. Ursprünglich sollten die Baumaschinen dieses Frühjahr anrollen. Wie Schwester Astrid Henniges von der Christusträger-Schwesternschaft sagt, erfuhr sie im Januar vom Regierungspräsidium, dass die bisherigen mündlichen Zusagen des RP nicht gehalten werden können. Weil der Parkplatz neu überplant wird, ist auch offen, ob der favorisierte Platz der Standort der Kapelle bleibt. Allerdings sei er unter den drei möglichen Standorten, die vom Regierungspräsidium ins Auge gefasst worden sind.

Vergangene Woche zeigten Schwester Astrid Henniges und Bürgermeister Frank Harsch dem Baudirektor Holzwarth die Örtlichkeit bei der Kochertalbrücke. Dabei habe sich herausgestellt, so Schwester Astrid Henniges, dass der favorisierte Platz für ihren Zweck günstig sei - schließlich müsste sonst der kleine Hügel abgetragen werden, wenn dort Lkw-Parkplätze gebaut werden sollten. Die Gespräche seien gut verlaufen und von Wohlwollen geprägt, so Schwester Astrid.

Die Christusträgerinnen vom Hergershof planen ein 80 Quadratmeter großes Gebäude mit Altar und Sakristei. In der Kapelle soll Platz für 50 Gäste sein. Die Kapelle soll die Form eines Fisches erhalten. Zur Autobahn hin soll ein Kreuz am Gebäude angebracht werden. In Deutschland gibt es 38 Autobahnkirchen, davon bisher drei in Baden-Württemberg.