Neben Jahresberichten und Ausblicken ins neue Vereinsjahr standen eine Satzungsänderung und die Besichtigung des neu gestalteten Büros auf der Tagesordnung. Nach der Totenehrung für die verstorbenen Vereinsmitglieder Robert Botsch, Dr. Konrad Betz, Wilhelm Bender, Hannelore Schwenk sowie den Initiator und neben Friedrich Braun "Gründervater" der Erinnerungsstätte, Heinz Lauber, erinnerte Vorsitzender Norman Krauß an zahlreiche Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ein offenes Seminar der Landeszentrale für politische Bildung, ein Treffen von Angehörigen der Brettheimer Opfer mit einem Verwandten von einem der Täter, eine Zusammenkunft amerikanischer Militärjuristen und ein informativer Vortrag des Crailsheimer Stadtarchivars Folker Förtsch bildeten neben einer Reise in die Partnerstadt Chatte zur Premiere der französischen Filmversion und dem Ausflug nach Ulm zur KZ-Gedenkstätte "Oberer Kuhberg" Höhepunkte im Vereinsjahr.

Erfreut zeigte sich Krauß über die stabil gebliebenen Besucherzahlen - mit einem leichten Anstieg an Schulklassen, was den Anteil Jugendlicher auf 42 Prozent steigen ließ. Über Möglichkeiten, die Zahl der Schulklassen weiter zu erhöhen, wurde bei der Aussprache lebhaft diskutiert.

Zwölf Vereinsmitglieder hatten an 75 Terminen 1310 Besucher (darunter 554 Jugendliche) durch die Gedenkstätte geführt. Neben zahlreichen Einzelbesuchern lernten 23 Schulklassen und 27 weitere Gruppen das Schicksal von Friedrich Hanselmann, Leonhard Gackstatter und Leonhard Wolfmeyer sowie die Zerstörung Brettheims in den letzten Kriegstagen 1945 kennen.

Dank seiner 147 Mitglieder und dank zahlreicher Spenden von Besuchern verfügt der Verein über ein stabiles finanzielles Fundament, wie die durchweg schwarzen Zahlen von Kassierer Thomas Pittner zeigten. Kassenprüfer Werner Schmidt bescheinigte dem Kassier vorbildliche Arbeit, sodass die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig erfolgte.

Eine vom Finanzamt geforderte Satzungsergänzung wurde dank guter Vorarbeit der Vorstandschaft und der konzentrierten Mitarbeit der Mitglieder relativ zügig beraten und beschlossen.

Im Anschluss an die Hauptversammlung konnte das aus Vereins- und Gemeindemitteln sowie einem Zuschuss der Landeszentrale für politische Bildung finanzierte neu gestaltete Büro besichtigt werden. Ein kleiner Imbiss rundete die harmonisch verlaufene Versammlung ab. Info Am 12. Juli bietet der Förderverein einen Ausflug zum Rabbinatsmuseum in Braunsbach sowie zum Brückenmuseum in Geislingen an. Nähere Auskünfte bei Norman Krauß, Telefon 0 79 58 / 5 08.

Begegnung mit Geschichte