Kreßberg Mehr Platz für kleine Leute

Der Blick vom Fenster der bestehenden Krippe auf die neue gegenüber: Zehn Kinder werden dort ab Herbst auf 90 Quadratmetern untergebracht.
Der Blick vom Fenster der bestehenden Krippe auf die neue gegenüber: Zehn Kinder werden dort ab Herbst auf 90 Quadratmetern untergebracht. © Foto: Luca Schmidt
Kreßberg / Luca Schmidt 29.06.2018
In der Kinderkrippe Haselhof gibt es zu wenig Plätze. Der Gemeinderat Kreßberg beschloss, eine Wohnung gegenüber bestehenden Krippe anzumieten.

Sie platzt aus allen Nähten – gemeint ist die Kinderkrippe Haselhof. Bisher gibt es zwei Gruppen mit jeweils zehn Krippenplätzen. Allerdings war bei einer Gemeinderatssitzung im März schon absehbar, dass diese für das Kindergartenjahr 2018/19 nicht reichen würden, heißt es im Protokoll zur Sitzung – Stand jetzt gibt es 28 Anmeldungen für die Krippe, so Annemarie Mürter-Mayer von der Gemeinde Kreßberg. Deshalb legte der Rat damals in der Kindergartenbedarfsplanung fest, dass eine neue Gruppe eingerichtet werden solle. Hierfür wurde nun beschlossen, eine Wohnung für drei Jahre anzumieten – direkt gegenüber der bestehenden Krippe. Damit stehen dann insgesamt 30 Plätze zur Verfügung.

Der neue Standort ist aber nur eine Übergangslösung: Wenn im Sommer 2019 die Werkrealschule in Marktlustenau ausläuft, soll ein Teil des Gebäudes zu einer Krippe umgebaut werden – in drei Jahren folgt dann der Umzug.

30.000 Euro sollen Umbau und Änderungen dieser „Übergangslösung“ kosten – denn nur dadurch bekommt die Gemeinde die erforderlichen Genehmigungen, unter anderem vom Baurechtsamt. 21.000 Euro kostet der Umbau, 9000 Euro müssen in Möbel investiert werden.

Das ist aber noch nicht alles: 700 Euro Kaltmiete kostet die Wohnung im Monat. Und: „Umbauten müssen so gemacht werden, dass sie wieder rückgebaut werden können“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Hauptamtsleiterin Birgit Macho sagte dazu in der Sitzung: „Wir planen schon jetzt so, dass der Rückbau günstig wird.“ Im Gemeinderat wurde beschlossen, Architekt Andreas Günther mit der Erstellung des Umnutzungsantrags und der Bauleitung zu beauftragen.

Hinzu kommt: Mit der neuen Krippengruppe muss mehr Personal eingestellt werden. Bei 24 Wochenstunden wären es laut Sitzungsvorlage 1,6 Vollzeitstellen mehr. Im März beschloss der Gemeinderat, dass eine Gruppe ganztags geöffnet haben soll und die anderen beiden je nach Bedarf. „Das neue Angebot schafft vielleicht auch noch einmal Nachfrage“, sagte Bürgermeister Robert Fischer.

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