Die weite Welt ist zuletzt unsicherer geworden. Entsprechend boomt der Inlandstourismus, und da sind Reisende wiederum gerne mit dem Wohnmobil unterwegs. In Langenburg ist das deutlich zu spüren: Weit mehr als 300 fahrbare Eigenheime haben zwischen Mai und Oktober am Rande des Städtchens haltgemacht. Das geht aus Arnd Bezolds sauber geführter Strichliste hervor. Der Bademeister des Freibads kümmert sich nämlich auch um die benachbarten Stellplätze. Kürzlich erstattete er den Stadträten Bericht, als diese auf ihrem jährlichen Markungsumgang vorbeikamen.

Langenburg

Derzeit gibt es Strom für vier Wohnmobile, Wasser für zwei. Entsprechende Automaten, an denen Gäste die anfallenden Kosten gleich entrichten können, sind aufgestellt. Eine Entsorgungsmöglichkeit für das, was im Tank unter dem Bord-Abort landet, fehlt indes. Und die Müll-Entsorgung, so Bezold, „geht ganz unbürokratisch: Sie bringen ihren Abfall bei uns im Freibad vorbei und entrichten freiwillig einen kleinen Obolus“.

„Auf alle Fälle vorantreiben“

Bezold plädierte für einen Ausbau des Angebots, also zum Beispiel für weitere Stromstationen. Das Freibad profitiere nämlich sehr von den mobilen Touristen. Und auch im Mawell Resort schauten diese regelmäßig vorbei. Bei den Kommunalpolitikern stieß Bezold mit seinem Anliegen sofort auf offene Ohren.

Schrozberg

Klaus Groninger etwa ist selbst gern mit dem Wohnmobil unterwegs und übernahm deshalb die Rolle des Insiders. „Das Segment boomt ohne Ende“, sagte er und regte an, schnell eine Möglichkeit für die Abwasserbeseitigung zu schaffen. Überhaupt sollte die Stadt aus seiner Sicht die Vermarktung und den Ausbau der Plätze „auf alle Fälle vorantreiben“.

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Ilshofen

Fürst Philipp brachte das Thema Hochzeiten ins Spiel. Dieses werde immer größer, schließlich kämen sowohl im Schloss als auch in der Eventscheune in Ludwigsruhe oft große Gesellschaften zusammen. „Wir wären also dankbar für immer mehr Übernachtungsplätze“, so der Fürst.

Verwaltung kümmert sich

Bürgermeister Wolfgang Class sagte zu, dass sich die Verwaltung Gedanken über weitere Stellplätze machen und dem Gemeinderat berichten werde: „Wir sollten auf den Zug aufspringen. Mal gucken, was wir für Möglichkeiten haben.“ Für die Stadträte wäre ein Ausbau der Kapazität am jetzigen Standort das beste Szenario.