Wir werden fast überrannt“, freut sich Frank Reichert über das enorme Interesse der Leute aus Vellberg und Umgebung. Seine Partner Tobias Kochendörfer und Steffen Spieler sowie das gesamte Team führen die Gäste vergangenen Samstag durch die neuen Räume.

Schon am Abend vorher bei der Einweihungsfeier sorgt Mitarbeiter Sven Wiesler für Erheiterung, als er schildert, wie sich ein Kunde während der Behandlung auf dem Bauch liegend wunderte, dass es plötzlich so hell wurde. „Er hat mich gefragt, ob ich das Licht angeschaltet habe, aber es war die Sonne“. In den alten Räumen sei wenig Tageslicht gewesen, erklärt er.

Zwei Wochen früher als geplant war alles bereit zum Umzug. „Innerhalb eines Tages hatten wir sämtliche Fitnessgeräte im Neubau. Jeder hat mit angepackt, das war grandios. Bis Sonntagabend waren wir fertig und am Montag früh um 6.45 Uhr hieß es: Los geht’s!“, lobt Reichert seine Leute.

Fördergelder vom Land

Anerkennenden Beifall der Einweihungsgäste bekommt Bürgermeisterin Ute Zoll, die mit ihrem Einsatz Landesfördergeld für die Millioneninvestition locker gemacht hat. „In Stuttgart haben sie erkannt, wie notwendig so ein Gesundheitszentrum hier ist“, betont sie. „Wenn ich mit den Vellbergern rede – fast jeder geht ins Pavi“, sagt sie zu dem generationsübergreifenden Angebot.

Wie viel „Fritscher“ im gesamten Pavillon-Konzept steckt, daran erinnert Sven Wiesler. Der langjährige Mitarbeiter würdigt die Idee seiner früheren Chefin Christa Fritscher, Therapie und aktive Gesundheitsprävention durch Sport unter einem Dach zu vereinen. Das jetzige Inhabertrio habe das Konzept übernommen und ausgebaut.

Das zehnköpfige Physiotherapeutenteam soll bis Juli drei Mitarbeiter dazubekommen. Neue Angebote seien Logopädie und Podologie (Fußpflege), Ergotherapie soll noch folgen. „Klasse, wenn ich Mütter mit ihren Kindern hier zur Logopädie schicken kann und sie nicht nach Hall müssen, meint etwa Sybille Vielmetter, Leiterin des Kindergartens Großaltdorf. Sie besuche das Pavillon seit einer Knie-OP regelmäßig, um sich an den Geräten fit zu halten.

Wir arbeiten bis 21 Uhr. Dadurch sind bei uns die Wartezeiten auf Termine nicht so lang. Wer besonders dringend behandelt werden muss, den versucht unser Servicepersonal auf einen abgesagten Termin zu setzen“, schildert Physiotherapeutin Christine Breitkopf.

Geräte stehen in mehrfacher Ausführung auf der verdoppelten Fläche. „Früher war mein Motto ‚Sport ist Mord’. Inzwischen bin ich zehn Jahre dabei“, berichtet Tanja Ritter aus Vellberg und lacht. Besonders freue sie sich über den vergrößerten Wellnessbereich mit Sauna.

Auch der Bistrobereich ist an diesem Tag gut gefüllt. „Es ist schön, wenn man sich nach dem Training noch auf eine Tasse Kaffee zusammensetzen kann. Das lieben auch die älteren Leute, die sich hier zum Sport treffen“, hat Bettina Löffelhardt aus Honhardt beobachtet. Sie und ihr Mann seien durch ihre 73-jährige Tante zum Pavillon gekommen. „Sie hatte nach einer OP Probleme mit dem Knie und war bei verschiedenen Therapeuten. Hier hat man ihr geholfen“, erzählt sie.

Info Öffnungszeiten Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 21.30 Uhr, Samstag von 14 bis 18 Uhr, ab Februar auch Sonntag von 10 bis 13 Uhr