Gerabronn Trinkwasser: Mauch beruft sich auf höhere Gewalt

Der Wasserturm in Gerabronn und der Hochbehälter daneben sind der Ausgangspunkt der Verkeimung.
Der Wasserturm in Gerabronn und der Hochbehälter daneben sind der Ausgangspunkt der Verkeimung. © Foto: Erwin Zoll
Gerabronn / Erwin Zoll 09.07.2018
Für das verkeimte Wasser in Gerabronn gibt es dem Bürgermeister zufolge keinen Preisnachlass.

Für das Leitungswasser, das seit dem 26. Juni bereits zum zweiten Mal abgekocht werden muss, werden die Verbraucher wohl den vollen Preis bezahlen müssen. Bürgermeister Christian Mauch hat auf HT-Anfrage erklärt, für einen Nachlass gebe es keine rechtliche Grundlage. Die Stadt sei an die Gesetze gebunden, weshalb eine Reduzierung des Wasserpreises von der Kommunalaufsicht beanstandet werden könne. Die Verschmutzung des Wassers sei als „höhere Gewalt“ zu betrachten.

Für die meisten Zweck, wie Toilettenspülung, Waschmaschine, Baden oder Duschen sei das Wasser nach wie vor geeignet, sagte Mauch im HT-Gespräch. Nur ein geringer Teil müsse abgekocht oder durch Wasser aus der Flasche ersetzt werden, weshalb es sich bei einem Preisnachlass bestenfalls um Centbeträge handeln könne.

Wie berichtet, war das Wasser in Teilen des Hauptorts Gerabronn und in Rechenhausen bereits vom 7. bis 19. Juni mit coliformen Bakterien verunreinigt. Nach einer zwischenzeitlichen Entwarnung hat das Gesundheitsamt des Landratsamts Schwäbisch Hall am 26. Juni erneut ein Abkochgebot erlassen, diesmal für den ganzen Hauptort Gerabronn und eine Reihe benachbarter Orte. Von Raboldshausen bis Dünsbach haben derzeit rund 3900 Einwohner kein einwandfreies Leitungswasser.

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