Michelbach/Heide Männer sind rätselhafte Wesen

"Wahrheit per Fernbedienung" führten die Theaterspieler auf. Privatfoto
"Wahrheit per Fernbedienung" führten die Theaterspieler auf. Privatfoto
PM 07.02.2013
"Männer" lautete das Motto der Winterfeier des Gesangvereins in Michelbach. Die Liedbeiträge der Sänger, die Ausführungen der Dirigentin und das Theaterstück hatten dazu passend einiges zu bieten.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Willi Köhnlein und dem Eröffnungslied "Singen ist im Chor am schönsten" gab Chorleiterin Beate Oppold bekannt, man werde sich dieses Jahr musikalisch dem immer aktuellen Thema "Männer" widmen. Zwischen den flott und gekonnt vorgetragenen Liedbeiträgen des Gesangvereins, die von "Männer mag man eben" bis zur Musical-Melodie "Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frauen" gingen, gab sich Beate Oppold als absolute Männerversteherin zu erkennen. Nicht nur allgemein bekannte Weisheiten wie "Männer sind alle gleich; sie sehen nur unterschiedlich aus, damit man sie unterscheiden kann", waren ihr geläufig. Die engagierte Dirigentin konnte mit Detailwissen glänzen, wie zum Beispiel, dass der deutsche Durchschnittsmann 150 Tage seines Lebens mit Rasieren verbringe.

Anschließend ehrte sie verdiente Mitglieder: Willi Köhnlein für 20 Jahre Vorstandstätigkeit, Gerhard Ströbel für 50 Jahre als aktiver Sänger und Hermann Meinikheim für 50 Jahre als Fahnenträger.

Beste Unterhaltung, mehrmals mit Szenenapplaus bedacht, bot die Theatergruppe aus Michelbach, Binselberg und Seibotenberg mit "Wahrheit per Fernbedienung": Hinter dem Geld eines durch den Verkauf von Bauland reich gewordenen Bauern (authentisch: Oliver Köhnlein) sind mehrere Personen her: die junge Verlobte, die sich im Kaufrausch befindet (kess: Juliane Gronbach), der zur Behandlung zahlreicher eingebildeter Krankheiten engagierte Heilpraktiker (gelungener Erstauftritt von Alexander Düring) und auch ein gewiefter russischer Geschäftsmann (unnachahmlich: Albrecht Frey). Nur die in den Heilpraktiker verliebte Tochter (starkes Theaterdebüt von Jasmin Seibold) und die taffe Haushaltshilfe Anni (Paraderolle für Silke Oberndörfer) behalten bei dem ganzen Durcheinander den Überblick. Wobei Anni mit einer magischen Fernbedienung, mit der man Gespräche stoppen oder bewirken kann, dass die Wahrheit gesagt wird, alles in die richtigen Bahnen lenkt.