Michelbach Lob für Schuldenabbau Michelbacher Rat beschließt Haushalt 2014 einvernehmlich

In der Schulturnhalle kann in diesem Jahr wieder Fasching gefeiert werden. Sie muss zwar saniert werden, aber Zuschussfragen sind noch nicht geklärt. 2014 wird das Vorhaben nicht in Angriff genommen werden können. Archivfoto: Thumilan Selvakumaran
In der Schulturnhalle kann in diesem Jahr wieder Fasching gefeiert werden. Sie muss zwar saniert werden, aber Zuschussfragen sind noch nicht geklärt. 2014 wird das Vorhaben nicht in Angriff genommen werden können. Archivfoto: Thumilan Selvakumaran
Michelbach / SIGRID BAUER 04.01.2014
Trotz hoher Investitionen will Michelbach 2014 keine neuen Kredite aufnehmen. "Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft, doch ist der Finanzspielraum nicht allzu groß", meinte Bürgermeister Werner Dörr.

In seiner Haushaltsrede äußerte sich Dörr ziemlich optimistisch angesichts des seit 2010 erreichten Schuldenabbaus um rund 500000 Euro. "Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt Ende 2013 bei 522 Euro. Langsam sind wir wieder im Bereich des Erträglichen", stellte er fest. In den vergangenen Jahren habe die Gemeinde bei der Kinderbetreuung viel erreicht. Nach der Sanierung des Kindergartens in Gschlachtenbretzingen und dem An- und Umbau in Michelbach stehe jetzt die Sanierung des kirchlichen Kindergartens an. Die Kosten, von denen die Gemeinde 80 Prozent übernimmt, liegen voraussichtlich bei 780000 Euro. "Unsere Infrastruktur ist gut, ebenso das Betreuungsangebot. Wir müssen uns in keiner Weise verstecken", so Dörr.

Die Gemeinde hat 2013 das Nahwärmekonzept auf den Weg gebracht. Das sieht die Versorgung der Rudolf-Then-Halle, der Grundschule und der Schulturnhalle von der Schwimmhalle aus vor. Die Bauarbeiten sollen 2014 beginnen.

Bis Ende des Jahres sollen weite Teile der Gemeinde an das VDSL-Netz der Telekom (schnelles Internet) angeschlossen sein. Längere Zeit wird die Sanierung der Rudolf-Then- und der Schulsporthalle dauern. Auch bei den Kläranlagen gibt es Modernisierungsbedarf. "Wahrscheinlich ist es sinnvoller, die Kläranlage Michelbach zu erweitern und das Abwasser von Steinbühl aufzunehmen, als die Anlage in Steinbühl zu sanieren", meinte der Rathauschef. Auch in den Friedhof und den Hochbehälter Jakobsmühle müsse in den nächsten Jahren investiert werden.

Lob bekamen die Verwaltung und insbesondere Kämmerin Kristiane Neidhardt für den konsequenten Schuldenabbau von den Gemeinderäten Hermann Renz und Franz Weissinger. "Die Aufgaben für 2014 können ordentlich durchgeführt werden", so Weissinger.

Die Räte haben den Haushaltsplan einstimmig verabschiedet.

Eckdaten des Haushalts 2014
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