Wolpertshausen Leuchtturmprojekte verankern

SWP 04.01.2014
Über 6000 Besucher sind 2012/2013 zu den Veranstaltungen gekommen, die der Landkreis im Rahmen seiner Demenzkampagne veranstaltet hatte. Die Organisatoren sind mit dem Erfolg zufrieden.

Unter dem Titel "Das Vergessen verstehen lernen" stand im Juni 2012 die Auftaktveranstaltung zur Demenzkampagne in Wolpertshausen. Im vergangenen Jahr lief die Aufklärungs- und Informationskampagne des Landkreises mit zahlreichen Veranstaltungen.

"Demenz - eine gemeinsame Herausforderung im Landkreis Schwäbisch Hall", unter diesem Motto hatte die Kreisverwaltung die Initiative ergriffen. Bedeutende Referenten haben Impulse gesetzt, um Städte und Gemeinden zu motivieren, das Thema Demenz auf ihre Agenda zu nehmen. Dass dies gelungen ist, zeigt das Ergebnis am Ende der Kampagne, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Wobei die Abschlussveranstaltung eine "Aufbruchveranstaltung sein soll zu einem Netzwerk, um Leuchtturmprojekte zu verankern und nachzuahmen", wie es Landrat Gerhard Bauer formulierte.

Insgesamt waren es 120 Fachvorträge, Generationenfeste, Gottesdienste, Aktivitäten in Gruppen mit Wandern, Tanzen, Musizieren oder Malen, Theater- und Filmvorführungen, Lesungen, Kunstausstellungen, Erfahrungsaustausche und Vorträge in Selbsthilfegruppen.

In Erinnerung bleibt der Vortrag von Seniorprofessor Heiko Braak, der in die Zukunft blickte und Ansätze für Prävention bereits ab dem Kindesalter aufzeigte. Über 6000 Besucher nahmen an den Veranstaltungen teil. Entstanden sind neue Initiativen und Angebote wie zum Beispiel ein Freizeit-Treff in Crailsheim, die Selbsthilfegruppe "Ich bin so vergesslich in letzter Zeit" in Gerabronn oder der Besuchsdienst durch Mitglieder des Generationenbündnisses in Vellberg, heißt es.

Kritisch wurde bemerkt, dass hauptsächlich Betroffene erreicht worden seien. Die breite Bevölkerung fühle sich weniger angesprochen. Eine Angehörige wies auf die schwierige Situation der Diagnose Demenz hin: "Man wird damit alleine gelassen, niemand hilft einem." In der Zukunft wünschen sich die Organisatoren Sensibilität für Menschen mit Demenz sowie Unterstützung für die Angehörigen im gesamten Landkreis.