Satteldorf Leichenhalle am Satteldorfer Friedhof: Architekt Burk setzt Ideen um

MATHIAS BARTELS 20.05.2015
Vier Architekten waren beauftragt, Entwürfe zur Sanierung und Erweiterung der zu klein gewordenen Leichenhalle einzureichen. Auf einen Entwurf hat sich der Gemeinderat geeinigt: auf den von Klaus Burk.

Vor rund zwei Jahren haben die Satteldorfer die Erweiterung und Neugestaltung ihres Friedhofs in der Ortsmitte abgeschlossen. Schon damals stand fest, dass quasi in einem zweiten Abschnitt auch die 1966 eingeweihte Leichenhalle ein Thema werden sollte. Zu klein, zu unpraktikabel und vielleicht auch einfach ein wenig in die Jahre gekommen: Das war die Begründung.

Vier Architekturbüros hatten Rat und Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr beauftragt, Entwürfe für eine erweiterte Leichenhalle einzureichen. Nach ausgiebiger Begutachtung in nicht öffentlicher Sitzung wurden die vier Vorschläge am Montag in öffentlicher Ratssitzung präsentiert. Das Gremium einigte sich ohne jede weitere Diskussion einstimmig auf den sensibel umgesetzten Vorschlag des Crailsheimer Architekten Klaus Burk. Er soll jetzt weitere Details ausarbeiten.

Die vier rechtzeitig eingereichten Entwürfe hatte zuvor das Kreisplanungsamt Schwäbisch Hall geprüft. Fazit: Alle vier Beiträge entsprachen dem Planungsauftrag. Es ging um eine Erweiterung im Bestand der alten Leichenhalle. Alle vier Planer haben im Grunde die bestehende alte Halle nach Süden hin erweitert - um einen weiteren Aufbahrungsraum, sanitäre Anlagen und mehr überdachten Platz für die Trauergäste.

Klaus Burks Entwurf überzeugte Gemeinderat und Verwaltung mit seiner großzügigen Öffnung und einem Glasdach in Richtung Nikolauskirche. Das Vordach hat der Architekt angehoben. "Der Vorschlag hat auch funktional überzeugt", meinte Bürgermeister Kurt Wackler am Montag. Dennoch hätten "alle vier Arbeiten interessante Aspekte aufgezeigt" sowie "Altes und Neues ausgewogen in Beziehung gesetzt". Auf jeden Fall sei die Mehrfachbeauftragung richtig gewesen, sagte Wackler.

Auf dem gemeinsamen zweiten Platz des kleinen Wettbewerbs landeten die Büros SSM Architekten aus Schwäbisch Gmünd mit einem Lichtband im First (sie hatten bereits das Satteldorfer Rathaus und die Sport- und Festhalle geplant), Brenner, Duttlinger und Stock aus Ellwangen mit einer kompletten Auslagerung der sanitären Anlagen sowie Wolfgang Kuhn aus Schwäbisch Hall, der seine Idee von zwei weiteren Aufbahrungshallen deutlich breiter als den Bestand geplant hatte. In einer der nächsten Sitzungen soll Klaus Burk seine (ausgearbeiteten) Ideen und Vorstellungen dem Rat erläutern.