Satteldorf Leerrohre für Breitband werden ausgeschrieben

ELS 27.02.2013
In Sachen Breitbandversorgung von Ellrichshausen kommt Satteldorf nicht recht weiter. Jetzt werden Alternativen zum Telekom-Vorschlag gesucht.

"Leider müssen wir als Kommune in Vorleistung treten", beschrieb Bürgermeister Kurt Wackler in der jüngsten Ratssitzung die Misere. "Erst dann werden Anbieter aufspringen - ein blödsinniges Recht." Das letzte Telekom-Angebot, eine leistungsfähige Breitbandleitung quer durch den bayerischen Staatsforst "Kesselberg" nach Schnelldorf zu verlegen, sei "nicht zielführend", sagte Wackler. Jetzt müssten Alternativen gesucht werden, kündigte er an, auch in Gesprächen mit der Landkreis-Straßenverwaltung und den Ämtern in Bayern.

Die Satteldorfer Verwaltung hat unterdessen eine Alternative entlang der zu sanierenden Kreisstraße von Ellrichshausen nach Schnelldorf untersuchen lassen. Hier könnten eventuell Leerrohre verlegt werden, meinte der Bürgermeister. Aus dem Breitbandprogramm stünden wohl Fördermittel bereit, ergänzte er. Den Eigenanteil der Kommune bezifferte er auf "immer noch 55 000 bis 60 000 Euro". Und: Ein Betreiber müsste zusätzlich gefunden werden. "Das hängt natürlich auch von der Zahl der Interessenten ab", erklärte Kurt Wackler. "Wunsch und Realität klaffen hier allerdings ein Stück weit auseinander", sagte er.

Profitieren würden von der Maßnahme die Bürger im kompletten Vorwahlbereich 0 79 50 inklusive Birkelbach und Gersbach. Gefordert ist eine 16- bis 25-MB-Leitung. Die Maßnahme war bereits einmal ausgeschrieben, hat aber keinen einzigen Anbieter angelockt. Die Leerrohrverlegung soll nun ausgeschrieben werden, beschloss der Rat.