Kirchberg Leben in neuen Räumen

Durch die Giebel und Dachschrägen sind für die Bewohner viele schöne Ecken im Haus entstanden. Fotos: Hartmut Volk
Durch die Giebel und Dachschrägen sind für die Bewohner viele schöne Ecken im Haus entstanden. Fotos: Hartmut Volk
Kirchberg / KATHARINE BEHR 31.01.2013
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten und dem Umzug der Bewohner in die neuen Räumlichkeiten beginnt für die Evangelische Heimstiftung nun ein neuer Abschnitt.

"Durch den Umbau hat sich hier vieles verändert," betont Hausdirektorin Dorothea Bohn. "Unsere Bewohner leben nun alle in neuen, hellen und den Standards entsprechenden Einzelzimmern mit Bad."

Aber auch für die Mitarbeiter ist nun vieles anders. Das Arbeiten ist auch für sie angenehmer geworden. "Die Wege sind nun um einiges kürzer, und alles läuft viel strukturierter und komprimierter ab. Zudem macht das Arbeiten in diesen schönen hellen Räumen nun einfach mehr Spaß", erklärt Dorothea Bohn.

Nachdem klar war, dass einen Sanierung des Schlosses und auch des Südflügels, dem sogenannten Wittwenbau, nach den geltenden Bestimmungen und Auflagen zu teuer wäre, wurde im Jahr 2008 mit dem Ausbau des Gebäudes "Langer Bau" direkt vor dem Kirchberger Schloss begonnen. 2009 waren zwei Stockwerke sowie die Großküche fertiggestellt.

Im Frühjahr 2012 wurde dann mit dem weiteren Ausbau begonnen. Ein weiteres Stockwerk und das Dachgeschoss wurden ausgebaut. Die 14 neuen Zimmer und die Umkleiden für das Personal sind nun fertig und die Bewohner des Wittwenbaus mittlerweile umgezogen.

Und was wird die Zukunft bringen?"Ich hoffe sehr, dass sich in den nächsten Jahren noch einiges tun wird. Schließlich haben wir im Vergleich zu anderen Pflegewohnheimen eines ganz sicher: jede Menge Platz." Dorothea Bohn denkt dabei an alternatives Wohnen. "Es wäre vieles denkbar. Eine Palliativstation, Wohngemeinschaften, aber auch Mehr-Generationen-Projekte. Mein Traum ist es, alle Menschen, behinderte, gesunde, alte, junge gemeinsam an einen Tisch zu bringen."

Das gelingt in der Evangelischen Heimstiftung auch bisher schon recht gut. "Vor allem die Künstler, die den hinteren Teil des Schlosses mit Leben füllen, sorgen für jede Menge Unterhaltung", erzählt die Hausdirektorin lachend. "Diese Einrichtung hier ist wirklich einzigartig", schwärmt sie. Seit vier Jahren leitet sie die Evangelische Heimstiftung Kirchberg. "Die Nähe zum Schloss, die Stadt, die Veranstaltungen in und um das Schloss, die Menschen und gerade auch die Künstler - das alles macht das Zusammenleben und auch das Arbeiten hier zu etwas ganz Besonderem.