Nicht auf die Straße, sondern in den Wald gingen die Windkraft-Gegner: Am Wanderparkplatz "Tränkbuck" bei Atzenrod versammelten sich die Erwachsenen mitsamt vielen Kindern und Hunden und nahmen dann im Brüchlinger Wald einige der Areale in Augenschein, wo der Energiekonzern ENBW nach derzeitigem Planungsstand rund 18 Windräder mit einer Höhe von jeweils rund 200 Metern im fürstlichen Forst errichten will.

Unter dem Motto "Stoppt Windwahn und Geldgier - rettet die Natur" demonstrierten neben vielen "unorganisierten" Bürgern nicht nur die Gruppe "Besorgte Bürger aus Langenburg" nebst Mitgliedern des örtlichen Heimatvogelschutzvereins gegen die geballte Anhäufung von Windmühlen.

Denn auch im benachbarten Billingsbach machte die "Interessengemeinschaft Lebensqualität" für den Demonstrationszug quer durch den Forst mobil. Bürger aus diesem Teilort von Blaufelden befürchten, dass sie künftig von insgesamt 31 Windrädern im Brüchlinger Wald sowie im ebenfalls für Rotoren vorgesehenen Windpark bei Wittenweiler regelrecht umzingelt werden könnten.

Mit einem TV-Team dokumentierte der Journalist Hanspeter Michel den Protest der Hohenloher Bürger für die Sendung "Betrifft: Windkraft - was macht der Südwesten?", die am Mittwoch, 28. Mai, von 20.15 bis 21 Uhr im SWR-Fernsehen läuft.