Ein Aufruf, den die Stadtverwaltung in ihrem Amtsblatt veröffentlicht hat, hat Resonanz gefunden. Gesucht wurden ehrenamtliche Helfer, die sich als Fahrer für einen Seniorenfahrdienst zur Verfügung stellen. Gemeldet haben sich fünf Männer und zwei Frauen, die die Stadtverwaltung im November zu einem Gespräch eingeladen hat. Über dieses Gespräch berichtete Bürgermeister Wolfgang Class in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Vereinsbus steht parat

Als Seniorenbus könnte Class zufolge der Kleinbus des FC Langenburg genutzt werden, der nur an den Wochenenden von dem Verein gebraucht werde. Mit dem Bus sollten montags bis freitags nicht nur Senioren gefahren werden, sondern auch kranke oder behinderte Menschen, die allerdings nur in Begleitung. Der Bus solle die Fahrgäste zu Ärzten und Apotheken bringen, aber auch zu „gesundheitsfördernden Maßnahmen“, wie es Class formulierte. Dabei solle es keine Beschränkung auf Ziele in den benachbarten Gemeinden geben. Der Bus solle jedoch nur eingesetzt werden, wenn das Ziel nicht anders erreicht werden könne.

Der Fahrpreis von einem Euro je zehn Kilometer solle lediglich als Spende entrichtet werden, sagte Class, andernfalls könne der Betrieb des Seniorenbusses als genehmigungspflichtiger Linienverkehr eingestuft werden. Die Fahrten sollten mindestens einen Tag vorher auf dem Rathaus angemeldet werden.

Den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern soll auch die Möglichkeit eingeräumt werden, anstelle des Vereinsbusses ihr eigenes Auto zu verwenden. Dann sollen Class zufolge 35 Cent pro Kilometer vergütet werden.

Einzelfall prüfen

Stadträtin Barbara Ehrmann regte an, die Nutzung des Busses nicht auf Senioren zu begrenzen, und traf dabei beim Bürgermeister auf Verständnis. Es gebe auch andere Menschen, die keinen Führerschein hätten, sagte Class, deswegen solle jeder Einzelfall geprüft werden. Der Gemeinderat begrüßte das Projekt einhellig. Die Stadtverwaltung soll das Vorhaben weiter verfolgen.