Ilshofen Landkreis soll Sicherheit an Brücken prüfen

SIBA 03.08.2013
Ein tödlicher Motorradunfall an der Otterbachbrücke bei Oberscheffach hat ein politisches Nachspiel. Im Ilshofener Gemeinderat und im Kreistag werden Rufe nach zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen laut.

Die Stadt solle die Otterbachbrücke näher in Augenschein nehmen, bat Rudolf Arnold in der Bürgerfragestunde des Ilshofener Gemeinderats. Er hält die Brücke für gefährlich, weshalb sie durch Reflektoren oder gar Leitplanken gesichert werden müsse. Die Stadt sei für die Kreisstraße nicht zuständig, erklärte Bürgermeister Roland Wurmthaler, versprach aber, sich in dieser Angelegenheit an das Landratsamt zu wenden. In der jüngsten Kreistagssitzung hat die Grünen-Kreisrätin Claudia Kern-Kalinke das Thema erneut angesprochen. Auch sie forderte Leitplanken an der Brücke. Weil es im Landkreis viele Brücken ähnlicher Bauart gebe, sollten sie sämtlich überprüft und gegebenenfalls abgesichert werden. Landrat Gerhard Bauer versprach, sich darum zu kümmern. Ein großer Teil der Brücken, die zu Kreisstraßen gehören, ist marode, wie der jüngste Brückenprüfungsbericht ergeben hat. Das Straßenbauamt hat dessen Ergebnis im Frühjahr vorgelegt. Sicherheitsbedenken sind allerdings bislang nicht bekannt geworden. An der Oberscheffacher Brücke war Rudolf Arnolds 18-jähriger Enkel mit dem Motorrad vier Meter in die Tiefe gestürzt und erst am nächsten Morgen tot aufgefunden worden. Arnold vermutet, dass der junge Zweiradfahrer zehn bis zwölf Meter vor der Brücke abgedrängt wurde.