Seit 2015 sind die Fachkräftetage Treffpunkt für Arbeitgeber der Region mit gut ausgebildeten Fachkräften, Akademikern und Berufseinsteigern aus ganz Deutschland. Die Plattform, die bisher als Präsenzveranstaltung im Crailsheimer Hangar ablief, wurde wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr erstmals als digitale Messe konzipiert. In der Zeit vom 16. bis zum 22. November konnten sich interessierte Jobsuchende und Bewerber bei Firmen und Institutionen via Internet informieren. Veranstalter war die Südwest Presse Hohenlohe (SHO), offizieller Messepartner die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall (WFG).

Fachkräftetage haben online bis über den Landkreis hinaus Beachtung gefunden

Also Internet statt Bühne, Video-Vortrag statt Messestand. Im Netz konnten Bewerber auf ihrem Messerundgang mit den jeweiligen Personalmanagern über ihre Karrieremöglichkeiten im Live-Chat sprechen und im Vortragsbereich interessante Informationen über viele Arbeitgeber der Region downloaden. So war die virtuelle „Ersatzmesse“ keine digitale Einbahnstraße. „Es ist uns trotz Lockdown gelungen, eine komfortable Berufs- und Karrieremesse auf die Beine zu stellen, die weit über die Grenzen des Landkreises hinaus Beachtung gefunden hat“, sagt SHO-Marketingleiter Peer Ley.
Ähnlich sieht das WFG-Geschäftsführer David Schneider: „Das innovative, virtuell begehbare Messekonzept konnte viele User anlocken. Die WFG ist gerne Projektpartner im Bereich der Fachkräftesicherung und bedankt sich bei allen Beteiligten, die mit hohem Engagement zum Gelingen beigetragen haben.“ Auch Schirmherr Landrat Gerhard Bauer zieht ein positives Fazit: „Die diesjährige Ausgabe der Fachkräftetage hat eindrucksvoll gezeigt, dass ein virtuelles Messekonzept erfolgreich sein kann. Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit unserer WFG mit der SHO und bedanke mich bei den Organisatoren, den Besuchern und natürlich den Unternehmen.“
Die Qualität der Kontakte ist bei Messen für die Aussteller entscheidend. Die bloße Teilnehmerzahl einer digitalen Veranstaltung ist für sie ebenso wenig aussagekräftig wie bei einer herkömmlichen Messe. Deshalb sucht die SHO den engen Kontakt mit den beteiligten Ausstellern und will mittels deren Feedback das Konzept gegebenenfalls „verfeinern“. Denn schon seit Jahren verstärkt sich der Trend, dass Messen nicht mehr nur als singuläres Ereignis wahrgenommen werden, sondern sich zu Plattformen entwickeln – als Präsenztermin und eben virtuell.
Solches zeichnet sich auch für die Fachkräftetage ab. Kein Wunder, schlagen die Unternehmen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Besucher vor Ort kommen meist aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern; andere schätzen die Vorteile eines Online-Besuchs, sparen Zeit und Geld, loggen sich von zu Hause aus ein und nutzen den Sofortzugriff auf passende Inhalte.

Herkunft der „Messebesucher“

23 Prozent der weit über 2300 „Messebesucher“ kamen aus dem Landkreis Schwäbisch Hall,
41 Prozent aus anderen Teilen Baden-Württembergs, neun Prozent aus Bayern und 4 Prozent aus dem Ausland. Der Rest verteilt sich auf die anderen Bundesländer.

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Prozent der Teilnehmer an den virtuellen Fachkräftetagen haben sich über ein Smartphone eingeloggt; 40 Prozent über ihren Desktop und vier Prozent über ein Tablet.