Landkreis Land teilt mit, welche Gemeinden vom Entwicklungsprogramm profitieren

Mit Zuschüssen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum hat die Gemeinde Untermünkheim im vergangenen Jahr die Ortsdurchfahrt und die Gehwege im Ortsteil Wittighausen neu gestaltet. Foto: Landratsamt
Mit Zuschüssen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum hat die Gemeinde Untermünkheim im vergangenen Jahr die Ortsdurchfahrt und die Gehwege im Ortsteil Wittighausen neu gestaltet. Foto: Landratsamt
Landkreis / KARSTEN DYBA 20.03.2014
Der Haller Landkreis erhält rund 2,9 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Wohnraum wird gefördert, ebenso Arbeitsplätze und die Sanierung von Ortsdurchfahrten.
Über 60 Millionen Euro fließen aus dem Förderprogramm ins ganze Land, hat das Stuttgarter Ministerium vorgestern bekanntgegeben. Gestern nun teilte es mit, wieviel davon für Projekte im Landkreis Schwäbisch Hall bereitgestellt werden. Die Verantwortlichen im Landratsamt werten die Bewilligung von Zuschüssen in Höhe von 2,9 Millionen Euro als großen Erfolg. Mit der Gesamtfördersumme nimmt der Landkreis im landesweiten Vergleich den vierten Platz ein.

Allerdings ist das Füllhorn, das die Landesregierung über dem Kreis ausschüttet, diesmal etwas kleiner. Im Jahr zuvor hatte das Land noch 3,77 Millionen Euro für insgesamt 79 Projekte in 27 Kommunen bereitgestellt. Im Jahr zuvor waren es 2,99 Millionen Euro.

Zusätzliche 570.000 Euro habe der Kreis im vergangenen Jahr zu einem späteren Zeitpunkt erhalten, als Reste im ELR-Topf übrig blieben, erklärt Brigitte Spriegel, die die die ELR-Anträge im Landratsamt koordiniert. Diese Reste entstehen, weil die zugesagten Zuschüsse anderswo nicht abgerufen wurden. Auch daraus erklärt sich, warum die Gesamtsumme in diesem Jahr geschrumpft ist. Zudem sei der Landkreis in den vergangenen Jahren gut bedient worden - die großen Festhallen würden inzwischen anderswo saniert oder neu gebaut.

Mit der jüngsten Geldspritze aus Stuttgart werden im Landkreis insgesamt 60 öffentliche, private, oder gewerbliche Projekte unterstützt. Die Gesamtkosten, die das Land als förderfähig akzeptiert hat, belaufen sich auf 21,5 Millionen Euro. Die tatsächliche Summe der Investitionen liege vermutlich deutlich höher, so Spriegel. Das Entwicklungsprogramm fördert beispielsweise keine Eigenleistungen oder Grunderwerb, auch die Mehrwertsteuer werde abgezogen.

Unterstützt werden Unternehmen bei Neubauten, Erweiterungen oder Sanierungen. Für 24 solcher Vorhaben im Kreis stellt das Land rund 1,5 Millionen Euro bereit. Dadurch würden etwa 60 Arbeitsplätze im Kreis geschaffen, so das Landratsamt. Fördergelder gibt es auch für die neue Nutzung leerstehender landwirtschaftlicher Gebäude. 28 Bauherren aus dem Kreis erhalten hierfür knapp 900.000 Euro. Vorhaben der Kommunen werden mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt.

Dienstag zweiter Termin So viel Geld fließt in die Gemeinden des Kreises