Als die Piloten alle zusammen die Strecke auf der "Horex-Wiese" abfuhren, erzeugten sie einen Sound, der zuerst an etwas anderes hätte denken lassen, aber bestimmt nicht an Rasenmäher.

Die erste spontane Lösung muss schon in der Vorbereitungsphase gefunden werden, als ein Fahrer beim Probelauf an der Torschuss-Station den Gymnastikball statt mit dem Fuß zu schießen, schlichtweg über den berühmten Haufen fährt.

Dann war, zumindest an dieser Station, die Luft raus. Passend zur WM wurde stattdessen ein echter Fußball als Ersatz verwendet. Der aber hatte den Nachteil, dass die Fahrer vom Rasenmäher aus etwas weiter nach unten zum Boden gelangen mussten.

Das Rennen bestand aus einem Parcours, auf dem nicht allein die Zeit eine Rolle spielt. Jeder Fehler bedeutete aber Zeitabzug. Insgesamt gab es acht Stationen, darunter Slalomfahren, Limbostange, Torschuss und Waschbrett - ein Becher Wasser musste über mehrere holprige Bretter balanciert werden. Je mehr Wasser man verschüttete, desto mehr Strafsekunden gab es. Den Strafkatalog legen die Mitglieder fest, die beim Streckenbau helfen.

"Angefangen hat alles als spontane Idee", sagt Harald Leidig, Organisator und Mitglied der Horex- und Gespannfreunde Mainkling. Beim Motorradtreffen 2012 musste die Wiese gemäht werden, die jedoch für einen Rasenmäher zu groß war. Also haben andere Clubmitglieder ihre Mäher mitgebracht. Daraus entwickelte sich dann die Idee.

"Viele Teilnehmer sind Wiederholungstäter", sagt Leidig mit einem Grinsen. Im Teilnehmerfeld sind alle Klassen vertreten: Jung und Alt ebenso Frauen wie Männer. Der Spaß steht dabei im Vordergrund. Bedingung für den Start war, dass die Teilnehmer mit einem fahrtüchtigen und mähfähigen Rasentruck umgehen können.

Den Preis für das beste Outfit gewann Christian Leidig, der mit einem großen, deutschlandfarbenen Schirm auf seinem Mäher an den Start ging. Wahrscheinlich ist ihm erst an der Limbostange die erhöhte Schwierigkeit klar geworden.

Die Platzierungen: Auf Platz 3 landete Lena Hoffmann aus Honhardt, den zweiten Platz erreichte Jürgen Rüeck aus Mainkling und auf dem Podium ganz oben stand am Ende Roland Memmler aus Vorderuhlberg. Insgesamt nahmen 20 Piloten an dem Spektakel teil.