Wie das Landratsamt des Hohenlohekreises mitteilt, haben in Kupferzell 2244 Bürger an der ersten Phase der Studie „Corona-Monitoring lokal“ des Robert-Koch-Instituts teilgenommen. 2200 Rachenabstriche und 2215 Blutproben wurden dabei genommen. Doch damit ist die Studie noch nicht beendet: Die zweite Phase, in der die Probanden online einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen sollen, läuft aktuell. 1300 der Teilnehmer haben dies bereits getan, das Robert-Koch-Institut hofft jedoch auch hier, die Marke von 2000 Teilnehmern zu erreichen.
„Es ist eminent wichtig, die Ergebnisse der Abstriche und Blutproben mit anderen Faktoren in Verbindung bringen zu können, um belastbare Aussagen über das Virus treffen zu können“, erklärt Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener. „Wir wollen besser verstehen, wie sich das Virus verbreitet hat und welche Folgen eine Erkrankung für Betroffene hatte. Eine wichtige Frage ist, ob einzelne Bevölkerungsgruppen häufiger von Erkrankungen mit SARS-CoV-2 betroffen sind“, erläutert Santos-Hövener.

Landkreis Schwäbisch Hall

Teilnehmer können Fragen online oder am Telefon beantworten

Deshalb stellt das RKI in den Bögen Fragen zu Vorerkrankungen, zum Einkommen oder zum Gesundheitsverhalten – zum Beispiel ob jemand raucht oder nicht. Gefragt wird auch, auf welchen Veranstaltungen Menschen aus Kupferzell im Frühjahr 2020 waren, wie sie den Weg zur Arbeit zurückgelegt haben oder welche Symptome im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung aufgetreten sind. Die Zugangsdaten für die Online-Befragungen wurden per Post verschickt, aber die Befragung ist auch telefonisch möglich.
„Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse – ich bin zuversichtlich, dass unsere Kupferzeller auch hier noch einmal Einsatz zeigen“, sagt Bürgermeister Christoph Spieles.
Auch für Landrat Dr. Matthias Neth ist die Studie von großer Bedeutung: „Wir erleben im Hohenlohekreis, dass eine Erkrankung auch bei uns jederzeit wieder vorkommen kann. Umso wichtiger ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, damit wir die Verbreitung in der Bevölkerung eindämmen können.“