Wolfgang von Stetten ist Zeit seines Lebens historisch interessiert. Auch die Familiengeschichte nimmt der Schlossherr, der auf der Burg Stetten sein Zuhause hat, schon früh in den Blick. Vor allem die Tierberger Fehde 1489, ein Krieg zwischen den Herren von Stetten und den Herren von Hohenlohe um die Burg Tierberg bei Braunsbach, hat den Freiherren beschäftigt.

Geschichte lebt in Stetten wieder auf

Da lag es nahe, dass von Stetten genau 500 Jahre später die mittelalterlichen Ereignisse auf der Freilichtbühne im Burggraben wiederaufleben ließ. „Ich hatte immer daran gedacht, aus dem Stoff ein Theaterstück zu machen, und da ich keinen Autor gefunden habe, habe ich es eben selbst geschrieben“, so von Stetten. Die Burgfestspiele waren geboren.

„Eigentlich sollte das Theaterstück 1989 ein einmaliges Ereignis werden, doch dann war das Stück so erfolgreich, dass wir einfach weitergemacht haben“, sagt sein Sohn Christian von Stetten. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Künzelsauer Burgfestspiele Schloss Stetten.

In diesem Jahr feiern die Burgfestspiele 30-jähriges Bestehen. Das Ereignis soll mit einem bunten Fest gefeiert werden. „Wir haben uns entschlossen, die Württemberger Ritter auf die Burg zu holen, die das ,Turnier der Ganerben’ austragen, dann können auch unsere Schauspieler, die ehrenamtlichen Helfer und natürlich alle Besucher die Tage genießen“, betont Christian von Stetten.

Insgesamt drei Ritterturniere und das mittelalterliche Treiben regen sich am Samstag, 24. August, von 14 bis 22.30 Uhr und am Sonntag, 25. August, von 11.30 Uhr bis 17 Uhr rund ums Barockschloss und im Burggraben. Der Eintritt ist frei.

Ein Auftritt des Glenn Miller Orchestras rundet das Wochenende am Sonntag um 19 Uhr im Burggraben ab. Und auch das Schauspiel kommt dieses Jahr nicht zu kurz: Ab 6. November heißt es in der Brunnenhalle „Bühne frei für Mord“. Wie 2017 wird wieder ein Dinner-Krimi mit den Schauspielern der Burgfestspiele aufgeführt.

Nächstes Jahr wird wieder im Burggraben gespielt. Aufgeführt wird ab 15. Juli das Schauspiel „Der Justizmord von Hall“. „Das Stück um eine wahre Begebenheit hat wieder mein Vater geschrieben, da schließt sich also der Kreis“, sagt Christian von Stetten lachend.

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Die drei Ritterturniere beginnen am Samstag um 15.30 Uhr und 20.30 Uhr, am Sonntag um 15 Uhr. An beiden Tagen warten zudem Gaukler, Messerwerfer und Hofnarren. Karten für das Glenn Miller Orchestra am Sonntag um 19 Uhr und für das Dinner-Krimi gibt es unter 0 79 40 / 24 42 oder per E-Mail an ticket@stetten-ticket.de.