Satteldorf Künftig nur noch 18 Sitze im Rat

Satteldorf / MATHIAS BARTELS 25.07.2013
Satteldorf bereitet sich bereits jetzt auf die nächste Kommunalwahl vor. Sie wird voraussichtlich am 25. Mai 2014 über die Bühne gehen. Der Gemeinderat soll dann von 20 auf 18 Sitze reduziert werden.

Was sich zunächst anhört wie eine "Entmachtung" des Gremiums, ist lediglich eine Anpassung an die Gegebenheiten. Von den drei Teilorten Satteldorf, Gröningen und Ellrichshausen hat der Zentralort Satteldorf in den letzten Jahren einwohnermäßig am stärksten zugelegt, sodass auch die Zuordnung der Wähler in den Teilorten in ein Missverhältnis geraten war.

Erst 2004 war die Sitzverteilung im Satteldorfer Gemeinderat von 18 auf 20 Mandate erhöht und 2009 bestätigt worden. Mit der jetzt vom Gemeinderat und den Ortschaftsräten akzeptierten Änderung stimmt der Proporz wieder. Satteldorf erhält bei der Wahl 2014 zehn reguläre Sitze zugesprochen, Gröningen fünf und Ellrichshausen drei. 2004 war außerdem die Ortschaftsverfassung von Satteldorf mit eigenem Ortschaftsrat aufgehoben worden.

In Ellrichshausen hat sich der Ortschaftsrat klar dafür ausgesprochen, dass es künftig einen Gesamtstimmbezirk für die Ortschaft gibt, womit die unechte Teilortwahl aufgehoben würde. Die Zahl von acht Ortschaftsratssitzen wird dagegen beibehalten. In Gröningen bleibt die alte Regelung erhalten, berichtete Bürgermeister Kurt Wackler in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Grundlage für die Änderung der Sitzverteilung waren die Einwohnerzahlen am Stichtag 30. September 2012. Demnach gab es zu diesem Termin in Satteldorf 2846 Einwohner. 1377 waren es in Gröningen und 990 in Ellrichshausen. Die Ergebnisse der Änderung fließen in die Hauptsatzung ein. Die Alternative zur jetzigen Lösung wäre ein Aufblähen des Gremiums gewesen, das - bei entsprechenden Ausgleichsmandaten - womöglich gar den Ratssaal an seine Kapazitätsgrenzen gebracht hätte.

"40 Jahre nach der Kreisreform", so Kurt Wackler weiter, wäre es opportun gewesen, die Teilortswahlen zu überdenken. Doch nachdem man "so lange in einem Boot unterwegs war und sich der Gesamtgemeinderat gut entwickelt hat, steht das Thema zumindest zur Kommunalwahl 2014 nicht auf der Tagesordnung", sagte der Bürgermeister.