Rat für psychisch Kranke

Thema im Sozialausschuss: Die Kreisverwaltung richtet eine IBB-Stelle ein, wozu sie gesetzlich verpflichtet sei. Hintergrund: das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz des Landes Baden-Württemberg. IBB steht für Information, Beratung und Beschwerde. Ziele: bedarfsgerechte psychiatrische Versorgung, Rechte psychisch kranker Menschen stärken. Die IBB-Stelle besteht aus mindestens einer Vertretung der Psychiatrie-Erfahrenen, der Angehörigen sowie einer Person mit professionellem Hintergrund im psychiatrischen Versorgungssystem. Das Land gewährt einen einmaligen Zuschuss von 17500 Euro und finanziert die Stelle mit einem Zuschuss von 14500 Euro pro Jahr. Aufgaben: Ansprechpartner für psychisch Kranke und Angehörige für deren Fragen, Anregungen und Beschwerden. Sie erteilt Auskünfte über wohnortnahe Hilfs- und Unterstützungsangebote, stärkt und unterstützt die Patientenfürsprecherin. Im Landkreis seien die Vorarbeiten für die Einrichtung einer solchen Stelle so weit fortgeschritten, dass mit der Arbeit bald begonnen werden könne. Die Besetzung sei noch zu klären. Die Anbindung erfolge im Sozialamt an den Fachbereich Sozial- und Hilfeplanung/Seniorenbüro. Der Sozialausschuss hat Landrat Gerhard Bauer beauftragt, die ehrenamtlich Mitarbeitenden zu bestellen. Geräte fürs Klinikum

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Schulen hat den Auftrag für lose Medizintechnikgeräte für den Klinikneubau Crailsheim an die Firma Meyer und Kersting in Ettlingen vergeben. Kosten: rund 245000 Euro. Für den Bereich elektromedizinische Geräte sei kein Angebot eingegangen, es werde neu ausgeschrieben. Auf die öffentliche Ausschreibung zum Patiententransporter seien vier Angebote eingegangen. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.Daten werden erhoben

Daniel Bullinger (FDP) thematisiert im Sozialausschuss die neue Landesheimbauverordnung. Er fragt nach Folgen für den Sozialhaushalt, für die Versorgungssicherheit, die ab 2019 vor allem durch die Einzelzimmervorgabe für Pflegeheime und Heime für Menschen mit Behinderungen entstehen. Die Investitionskosten pro Platz werden neu kalkuliert, macht Sozialdezernent Thomas Haag für den Landkreis Schwäbisch Hall deutlich. Zu den neuen Platzzahlen laufe derzeit eine kreisweite Erhebung. Ergebnisse sollen im Sommer geliefert werden.Gewerkschaften einbinden

"Werden Gewerkschaften beim kreisweiten Projekt Lernfabrik 4.0 an beruflichen Schulen mit Partnern aus der Wirtschaft eingebunden?" erinnert Karl Eichele (SPD) an seinen Vorschlag. Ziele der Lernfabrik seien unter anderem Aufbau von Kompetenzen bei Schülern, bei Fachkräften, der Test neuer Geschäftsmodelle und die Vernetzung für digital durchgängige Produktion. Derzeit entstünden Ausschreibungsunterlagen für Anschaffungen an Schulen, erläutert Kreiskämmerer Werner Schmidt. In der nächsten Sitzung gehe es dann um das Thema Fachbeirat, dabei sollen auch Gewerkschaften eingebunden werden.