Es wird schwierig bleiben, aber ich sehe keine Krise.“ So lautet die Prognose von Arbeitsagenturleiterin Karin Käppel für die kommenden Monate. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Schwäbisch Hall im Vergleich zum Vormonat leicht um 6 und im Vergleich zum November 2018 um 74 Personen angestiegen. „Die stotternde Weltkonjunktur und die schwelenden Handelskonflikte wirken sich in der Region insbesondere auf das verarbeitende Gewerbe aus. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist verhaltener“, so Käppel. Im Handwerk, in der Pflege und im Baubereich dagegen würden weiter dringend Fachkräfte gesucht. Auch gute Hilfskräfte hätten noch Chancen.

Stuttgart

Weniger Stellenangebote

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote wie im Oktober bei 2,6 Prozent. 1007 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, und 1002 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten 466 Stellenangebote, 96 oder 17,1 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2487 – 1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Traditionell steht der Altkreis Crailsheim (Arbeitslosenquote 2,4 Prozent) besser da als der Altkreis Hall (2,9 Prozent). Die niedrigste Quote im Agenturbezirk hat weiterhin der Hohenlohekreis (2,3 Prozent), die höchste der Neckar-Odenwald-Kreis (3,1 Prozent).

Positiv stimmt Käppel, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen leicht sinkt. Der Arbeitsmarkt sei dynamisch. Viele Menschen, die sich arbeitslos melden, finden schon kurz darauf eine neue Beschäftigung. Dass die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Hall anders als etwa im Hohenlohekreis leicht steigt statt sinkt, führt die Agenturleiterin unter anderem auf die schwierige Lage in der Metallindustrie und bei den Automobilzulieferern zurück.

Besonderes Augenmerk legt die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim derzeit auf die Eingliederung von Menschen mit Behinderung. Viele Firmen hätten ihr Potenzial bereits erkannt. „Inklusion am Arbeitsplatz sollte selbstverständlich sein und der Fokus auf den Fähigkeiten, statt auf möglichen Beeinträchtigungen liegen“, betont Karin Käppel. Daher werde anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember bundesweit das Arbeitskräftepotenzial dieser Personengruppe in den Fokus gerückt.

Göppingen

Behinderten Chance geben

Im Agenturbezirk waren im November 12,2 Prozent aller Arbeitslosen schwerbehindert. Das sind 1114 Menschen, 5,6 Prozent mehr als im November 2018. „Wir möchten auch weiter dazu ermutigen, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben. Wichtig ist, dass ein Umdenken statt­findet. Und egal, ob ein
Unternehmen einen Praktikumsplatz, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz besetzen oder einen Mitarbeiter mit Behinderung weiterbeschäftigen möchte: Wir bieten eine entsprechende Be­ratung an und zeigen finanzielle und auch technische Unter­stützungsmöglichkeiten auf“, so Karin Käppel.

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