Der Ausgleichstock soll finanzschwache Kommunen unterstützen, wenn dort teure Sanierungen oder Infrastrukturprojekte anstehen. In den Regierungsbezirk Stuttgart fließen aus diesem Topf nun gut 28,5 Millionen Euro, wie das Regierungspräsidium mitteilt. Für den Landkreis Schwäbisch Hall fallen davon mehr als 7,9 Millionen Euro ab.

„Mit diesen Mitteln werden Investitionen in Höhe von rund 212 Millionen Euro – insbesondere im strukturschwachen und ländlichen Raum – angeschoben. Schwerpunktmäßig werden in diesem Jahr Kindergärten, Schulen und Feuerwehrhäuser unterstützt“, erklärt Regierungspräsident Wolfgang Reimer, was mit den 28,5 Millionen Euro geschehen soll.

Nahezu zwei Drittel der Fördermittel fließen in Bildung und Betreuung sowie in Investitionen im Feuerlöschwesen. Darüber hinaus sollen die Zuschüsse dabei helfen, Sanierungsstaus bei Verkehrseinrichtungen, Sportstätten und Einrichtungen für das Gemeinschaftsleben abzubauen.

Fördergeld gibt es im Kreis Hall für 19 Gemeinden

Im Landkreis Hall kommen Zuschüsse in 19 Gemeinden an. Die drei höchsten im Kreis gehen nach Stimpfach, Mainhardt und Fichtenau: Stimpfach erhält eine Million Euro zum Bau eines Großprojekts, das Feuerwehrhaus, Versammlungsraum und Bauhof umfasst. 760.000 Euro gehen nach Mainhardt zur Erweiterung des Kindergartens Schultheiß-Huzele. Fichtenau bekommt aus dem Ausgleichstock 610.000 Euro für den Neubau eines zentralen Feuerwehrgerätehauses.

Für einen erfolgreichen Antrag müssen finanzschwache Gemeinden darlegen, dass sie alle ihre zumutbaren Einnahmemöglichkeiten ausschöpfen, bevor sie Mittel aus dem Ausgleichstock beantragen. Für die wichtigsten Einnahmen gibt es Richtwerte oder Vergleichswerte, was in der jeweiligen Gemeindegröße als angemessen erwartet wird. Das gilt zum Beispiel für Kindergarten- und andere Gebühren, ebenso für die Hebesätze beispielsweise bei Grund- und Gewerbesteuern.

„Durch die Investitionshilfen aus dem Ausgleichstock kann ein finanzieller Ausgleich bei fehlenden oder sanierungsbedürftigen Infrastrukturmaßnahmen insbesondere in Gebieten mit Standortnachteilen geleistet werden. Damit wird der Erhalt attraktiver Lebensräume unterstützt. Die Kommunen können der Bevölkerung eine moderne Infrastruktur und damit Perspektiven anbieten“, erklärt Regierungspräsident Reimer.

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Diese Gemeinden erhalten Mittel aus dem Ausgleichstock


Blaufelden Sanierung von Schule und Kindergarten in Gammesfeld mit Teilumnutzung als Dorfgemeinschaftshaus: 170 000 Euro

Braunsbach Wohnumfeldmaßnahmen in Orlach nach Unwetterschäden im Mai 2016: 380 000 Euro; Sanierung von Gemeindeverbindungsstraßen auf Gemarkung Arnsdorf: 240 000 Euro

Crailsheim Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Onolzheim: 160 000 Euro

Fichtenau Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Wildenstein: 610 000 Euro

Frankenhardt Umbau und Erweiterung der Wilhelm-Sandberger-Schule in Honhardt: 370 000 Euro

Gerabronn Schaffung einer Schließanlage für öffentliche Einrichtungen: 50 000 Euro

Kirchberg Sanierung der Johannes-Gutenberg-Schule in Gaggstatt: 275 000 Euro

Langenburg Erwerb eines neugebauten Kindergartens: 400 000 Euro

Mainhardt Erweiterung des Kindergartens „Schultheiß-Huzele“: 760 000 Euro

Oberrot Erweiterung des Kindergartens „Pusteblume“: 480 000 Euro

Obersontheim Sanierung und Umbau der Mehrzweckhalle in Oberfischach: 105 000 Euro

Rosengarten Neubau einer Ballsporthalle im Ortsteil Westheim: 180 000 Euro

Rot am See Erweiterung/Neubau des Kindergartens: 400 000 Euro

Schrozberg Neubau eines Feuerwehrgerätehauses
in Bartenstein: 500 000 Euro

Stimpfach Neubau eines Feuerwehrmagazins mit Versammlungsraum und Bauhof: 1 000 000 Euro

Untermünkheim Sanierung und Umbau des Rathauses: 400 000 Euro

Vellberg Energetische Sanierung, Umbau und Erweiterung der Kindertagesstätte „Markgrafenallee“: 550 000 Euro

Wallhausen Neubau eines Bauhofs: 380 000 Euro

Wolpertshausen Umbau und Erweiterung der Kindertagesstätte: 510 000 Euro