Kommentar: Glückliches Ende

MARCUS HAAS 21.07.2015

Blick zurück zu einem Pressegespräch im Mai 2013: Zufrieden lächeln Landrat und Oberbürgermeister auf einer Terasse des Landratsamts. Sie waren sich gerade handelseinig geworden. Der Deal: Die Haller Stadtwerke kaufen das Landratsamt samt Tiefgarage und die Stadt stellt dem Landkreis ein riesiges Areal auf dem Bahnhofsgelände für den Bau eines neuen Landratsamts zur Verfügung. Erste grobe Kostenschätzung für den Neubau: rund 45 bis 50 Millionen Euro. Zudem sollte zugleich der juristisch ausgefochtene Streit um die Sanierungskosten der Tiefgarage beigelegt werden. Von einer Jahrhundertchance für Stadt und Landkreis war die Rede.

Das Lächeln verging den beiden, weil das Denkmalamt das Landratsamt unter Denkmalschutz stellte - erste Nutzungsideen aus städtischer Sicht mit Themen wie Wohnen und Dienstleistungen waren hinfällig.

Und nun? Mit dem Umzug von 200 Mitarbeitern in ein Gebäude auf dem Hessentaler Kurz-Areal kommt es doch noch zum glücklichen Ende für Kreis und Stadt. Der Kreis bündelt unter anderem viel kostengünstiger Behörden an einem Standort, die zuvor in der Stadt verteilt waren. Die Stadt will ein Messezentrum samt großer Halle aufs Areal bringen, aktualisiert nun diese Pläne. Platz für Erweiterungen gibt's genug. Zudem haben sich die beiden zur Tiefgarage per Vergleich geeinigt. Bleibt zu hoffen, dass auch die Mitarbeiter des Kreises auf dem Weg ins Gebäude auf dem Kurz-Areal vollends mitgenommen und durch viel Transparenz davon überzeugt werden, dass das passt.

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