Rinderunion Knappes Angebot, gute Preise

swp 07.06.2017

Bullenkälber sind knapp und teuer – das zeigte sich bei der Zuchtrinder- und Kälberversteigerung der Rinderunion in der Arena Hohenlohe bei Ilshofen. Über alle Tiergattungen hinweg war eine Nachfragebelebung zu spüren, was sich auch auf die Preise auswirkte, berichtet Thomas Schmidt von der Rinder­union.

Speziell das momentan knappe Bullenkälberangebot sei auf eine sehr hohe Nachfrage gestoßen, sodass der Preis um mehr als einen Euro je Kilogramm angezogen habe. Bei den Holsteins sah es so aus: Neben einer Zweitkalbskuh, die mit Trächtigkeitsgarantie knapp 40 Kilogramm Milch leistete, standen zwei hervorragende Jungkühe mit 30,6 bzw. 35 Kilo Milch zum Verkauf. Beide erlösten jeweils 1460 Euro.

Beim Fleckvieh erbrachte der angebotene Jungbulle einen Preis von 1600 Euro. Im Angebot waren auch zwei Zweitkalbskühe sowie 29 Jungkühe mit über 28 Kilogramm Durchschnittsgemelk. Angeführt wurde die Kollektion von einer sehr körperhaften Wallenstein-Tochter vom Betrieb Gommel aus Ditzingen. Sie leistete 31,8 Kilo Milch und ging für 2000 Euro an einen hessischen Zuchtbetrieb. Vom gleichen Zuchtbetrieb kam die zweitplatzierte Jungkuh, eine euter- und fundamentstarke Mallorca-Tochter mit 31,2 Kilo Milch, die 1940 Euro erlöste.

Höchstpreis: 2040 Euro

Den Tageshöchstpreis von 2040 Euro verbuchte die Familie Haag aus Sulzbach/Murr-Berwinkel für ihre viertplatzierte Waban-Tochter mit dem Gemelk von 38 Kilo Milch. Bei flottem Marktverlauf ergab sich ein Durchschnittspreis von 1521 Euro. Ebenfalls flott wechselten die 33 Kuhkälber für im Schnitt 311 Euro je Tier den Besitzer. Auf eine sehr hohe Nachfrage treffen die Bullenkälber, so Schmidt. Ein jahreszeitlich bedingtes knappes Angebot und die hohe Nachfrage ließen die Preise deutlich ansteigen. So stieg hier der Preis der durchschnittlich 81 Kilo schweren Tiere auf im Schnitt 526 Euro je Tier an.

Info Die nächsten Versteigerungen in Ilshofen sind am Mittwoch, 14. Juni, (Kälber Fleckvieh) und am Donnerstag, 29. Juni, (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh).