Fichtenau Ferienprogramm: kleine Scharfschützen gesucht

Fichtenau / Luca Schmidt 29.08.2018
24 Kinder feuern in Matzenbach mit einem Lichtpunktgewehr auf eine Zielscheibe – gesucht wird der beste Schütze des Kinderferienprogramms in Fichtenau.

Mit einem Gewehr auf eine Zielscheibe schießen, ohne dass es laut knallt und einen Rückstoß gibt? Das durften 24 Kinder ab sechs Jahren beim Kinderferienprogramm in Fichtenau. Veranstalter des Laser-Schießens war der Krieger- und Schützenverein Matzenbach.

Dabei war das Prinzip für die Teilnehmer einfach: Im ersten Durchgang hatte jeder zehn Probeschüsse und konnte so das Gerät kennenlernen. Im zweiten Durchgang ging es dann ums Ganze: In zehn Wertungsschüssen wurden vier Gewinner ermittelt, die Preise überreicht bekamen. Die Gruppe war unterteilt: Am Morgen durften 14 Kinder schießen, am Nachmittag zehn.

Allerdings stellte es sich als gar nicht so einfach heraus. Jeder Teilnehmer musste sich zunächst auf eine Liege legen und mit dem Gewehr auf die Scheibe zielen, die sich einige Meter entfernt auf einem Stativ befand. Dann wurde abgedrückt und damit kaum hörbar geschossen. Ein Computer direkt neben dem Kopf des Schützen zeigte an, wo er die Scheibe getroffen hatte – wenn er sie getroffen hatte. Hilfe und Tipps gab es von Jugendschießwart Martin Hofmann.

Direkt in die Mitte getroffen

Ein Scharfschütze ist der achtjährige Niklas Klefenz. Er schoss bereits in der Proberunde eine Zehn – also genau in die Mitte der Zielscheibe. „Man kann Glück haben oder nicht“, sagte der Achtjährige bescheiden. Aber er kann erklären, wie man die Chancen auf einen Meisterschuss erhöhen kann: „Man legt sich auf die Liege und atmet ein und aus. Dann zielt man auf den roten Punkt und drückt ab.“

Einen Vorteil hatte er aber: Er war bereits im vergangenen Jahr dabei. „Ich habe damals schon eine Acht getroffen“, sagte Niklas. Das liegt vielleicht in der Familie: Seine Oma ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied im Verein – und er möchte diese Tradition fortsetzen. „Ich möchte später auch mal schießen“, sagte er.

Es war aber noch mehr geboten: Da immer nur ein Kind schießen konnte, gab es für alle anderen eine zusätzliche Betreuung vor dem Schützenhaus. Aufgebaut waren unter anderem eine Torwand, eine Wurfscheibe und Dosenwerfen. „Der Schützenverein bietet das Schießen auch an, um die Werbetrommel zu rühren“, erklärte Alfred Schlichtherle, Vorsitzender des Vereins.

Zu wenig Betreuer

Ein Problem sei allerdings, dass im normalen Betrieb nicht genügend Betreuer vorhanden sind, sagt Schlichtherle. So könne der Nachwuchs in Matzenbach zwar ab 13 Jahren Luftgewehr und ab 16 Jahren Kleinkaliber schießen, aber für das Laser-Schießen fehlen die Erwachsenen. „Das ist speziell für Kinder ab sechs Jahren“, erklärte Schlichtherle.

Tüten mit den Preisen gab es am Ende jeweils für die vier Erstplatzierten – aber auch die anderen Teilnehmer gingen beim Kinderferienprogramm nicht leer aus. „Mit Kleinigkeiten sind wir großzügig“, sagte der Vorsitzende Schlichtherle.

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