Fichtenau Kleine Bücherei ist auch Kultur

Marcus Meyer und Bürgermeisterin Anja Wagemann vor einem Plakat für eine Veranstaltung am 9. November: Meyer ist Kultur-Manager, lebt seit 35 Jahren in Matzenbach und will „seiner“ Gemeinde unter die Arme greifen.
Marcus Meyer und Bürgermeisterin Anja Wagemann vor einem Plakat für eine Veranstaltung am 9. November: Meyer ist Kultur-Manager, lebt seit 35 Jahren in Matzenbach und will „seiner“ Gemeinde unter die Arme greifen. © Foto: Ralf Snurawa
Fichtenau / Ralf Snurawa 27.07.2018
Zu „Fichtenauer Momente“ hat die Kommune ihre Veranstaltungsreihe in diesem Jahr umbenannt. Das ist aber nicht die einzige Änderung.

Man habe „das ganze Kulturprogramm auf neue Beine gestellt“, so Fichtenaus Bürgermeisterin Anja Wagemann. Dazu gehörte ein neues, von einer im Ort ansässigen Werbeagentur erstelltes Layout für den Flyer „Fichtenauer Momente“ genauso wie ein erstmals angebotenes Konzert im Juni in der Parkanlage am Rathaus mit „Annâweech“.

Aus dem Seefest-Ausschuss für die nun als „Fest am See“ bezeichnete Veranstaltung in Lautenbach wurde der Kulturausschuss gebildet. Annette Grimm bleibt die Ausstellungen wie Veranstaltungen planende und organisierende Kulturbeauftragte im Rathaus.

Dem künftig zweimal im Jahr tagenden Ausschuss gehört seit dem 18. Juni auch der Matzenbacher Marcus Meyer an. Der Geschäftsführer der in Künzelsau ansässigen Kulturstiftung Hohenlohe lebt inzwischen seit 35 Jahren in Fichtenau. Seit knapp fünf Jahren leitet er auch schon die Rotachtaler Musikanten.

Bürgermeisterin Anja Wagemann kennt ihn zum einen über seine Frau Verena Meyer, die im von Wagemann geleiteten ökumenischen Kirchenchor „Einklang Fichtenau“ mitsingt, zum anderen als Klavierbegleiter des Chors bei einer Faschingsveranstaltung in Bernhardsweiler.

Meyers Kenntnisse nutzen

Dabei hat sie erfahren, dass zu seiner Ausbildung früher auch der Bereich der Veranstaltungstechnik gehörte. Seine Kenntnisse darüber möchte die Bürgermeisterin auch für die Kommune nutzen: vom Schreiben eines Ablaufplans bis zu technischen Details. Meyer selbst meint dazu: „Ich wohne hier – und warum sollte ich da nicht helfen?“

So gehört künftig zu seinen Aufgaben, etwa Angebote von Veranstaltungsfirmen einzuholen und miteinander zu vergleichen, um daraufhin Empfehlungen auszusprechen. Genauso kennt er sich mit den Anforderungskatalogen für die Technik aus. Dafür war er nun schon für die Gemeinde unterwegs und hat sich die Festhalle in Matzenbach näher angeschaut.

Dort soll diesmal die Kabarettveranstaltung mit Christine Eixenberger aus Gründen des Platzmangels im Rathaus stattfinden. Was ist in der Halle für solch eine Veranstaltung vorhanden? Was muss noch angeschafft werden?

Natürlich hofft die Bürgermeisterin auch auf den einen oder anderen Tipp des Kulturstiftungs-­Geschäftsführers, hat er doch in dieser Funktion mit der Programmplanung und zahllosen Musikern zu tun. In den Jahren zuvor hat er schon für eine Münchner Künstleragentur gearbeitet und für eine Aalener Event­agentur.

Marcus Meyer versteht Kultur allerdings nicht nur als einen auf die Kunst beschränkten Begriff. Für ihn gehört dazu etwa auch die kleine „schnuckelige“, von einer ehemaligen Schulkameradin in Wildenstein betriebene Bücherei dazu, in die er gern mit seiner älteren Tochter geht, um dort nach Büchern zu stöbern.

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