Kirchberg Kirchberg wehrt sich

Kirchberg / ERWIN ZOLL 31.01.2013
Die Stadt Kirchberg setzt sich gegen die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in ihrer Nachbargemeinde Rot am See deutlich zur Wehr.

Wie Bürgermeister Stefan Ohr in der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, hat die Stadt Kirchberg darum gebeten, den Antrag der Gemeinde Rot am See zurückzustellen und den Dissens in einer Schulentwicklungsplanung zu klären.

Kirchberg habe bereits im vergangenen Herbst kein Einverständnis zum Standort Rot am See erklärt, sagte Ohr. Er habe die Einwendungen gegen den Antrag der Gemeinde Rot am See am 14. Januar in einem Gespräch im Schulamt in Künzelsau aufrechterhalten. Zur Begründung verweist Ohr zum einen darauf, dass die "stabile Zweizügigkeit" der Schule in Rot am See nicht geklärt sei, zum anderen würde auch beim mittleren Bildungsabschluss ein zusätzlicher Wettbewerb um die Schüler entstehen. "Das wäre dann genau so ein Konfliktfall, den die Schulpolitik eigentlich vermeiden will: Realschule in direkter Konkurrenz mit einer Gemeinschaftsschule", heißt es in der Erklärung. Diese Einwendungen, so Ohr, seien in dem Gespräch nur zögerlich angenommen worden.

Im Verfahren sei vorgesehen gewesen, Konfliktfälle mit einem regionalen Schulentwicklungsplan zu lösen. Es sei befremdlich, dass nun Einwendungen benachbarter Gemeinden nicht von Belang sein sollen. Unabhängig davon sei die Bekanntgabe der neuen Standorte von Gemeinschaftsschulen am 4. Februar vorgesehen.