Bühlertann Kinderfüße malen Regenbogen

Ein Regenbogen wird bunt: Nicklas, Romy, Franziska und Mara (von links) geben ihm mit ihren Fußabdrücken seine Farben. Foto: Privatfoto
Ein Regenbogen wird bunt: Nicklas, Romy, Franziska und Mara (von links) geben ihm mit ihren Fußabdrücken seine Farben. Foto: Privatfoto
Bühlertann / SWP 13.09.2013
Die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchors Notenhüpfer aus Bühlertann bereiten ihr nächstes großes Konzert vor: eine musikalische Erzählung über Noah und den Bau der Arche.

Rote, gelbe, grüne, blaue und lila Farbe lassen sich die 28 kleinen Notenhüpfer auf ihre Fußsohlen pinseln. Dann tapsen sie vorsichtig über den vorgezeichneten Regenbogen auf den zusammengenähten Leinentüchern. Der Regenbogen ist wichtiges Element im Schlussbild der musikalischen Erzählung Noah, die sie gerade einstudieren.

Pinseln, Fußabdruck, pinseln, Fußabdruck - geduldig arbeiten sie sich bis zum Ende des Regenbogens vor. Dort sitzt Heidelind Spieß, Mitglied im Team um Chorleiterin Margit Gröhler, mit einer Wasserwanne und macht die bunten Füße geduldig wieder sauber.

Die Kinder sind begeistert. Sie stützen sich gegenseitig, damit keiner ins Wanken kommt und bloß kein Tapser über den Rand geht. Nebenbei werden riesige Regenmacher mit Fingerabdrücken farbig gestaltet, denn schließlich spielt der Regen eine Hauptrolle in Noahs Geschichte, schreibt Sigrid Schneider.

Das ganz Besondere an der musikalischen Erzählung der Notenhüpfer: Sie ist selbst geschrieben und zum Teil selbst vertont. Mitgebracht hat sie Heidelind Spieß. In ihrer Zeit als Kindergartenleiterin in Heidelberg hatte sie das Stück schon einmal aufgeführt. "Meine Mutter gab damals den Tieren ihre Stimme - in Gedichtform. Meine Freundin Annette Valerie Charisius, die den Elternchor in unserem Kindergarten geleitet hat, den Gedichten zu den Tieren, die Noah auf die Arche holt, die Melodie", erzählt sie schwärmerisch aus den alten Zeiten. In Bühlertann hat Heidelind Spieß die Werke wieder ausgepackt. "Das macht es für uns zu etwas ganz Wertvollem", ergänzt Margit Gröhler. "So viel Mühe und Herzblut, wie darin steckt. Ich muss zugeben, davor haben wir Respekt, das spornt an."

Die Proben laufen auf vollen Touren: Alle Tiere der Arche sind auf die Kinder verteilt, auch Noah ist schon auserkoren. Fast alle Lieder sind einstudiert. Jetzt geht es in die Detailarbeit.

"Ich bin eine Biene", erzählt Christian (6) stolz, während er geduldig darauf wartet, seine Fußabdrücke auf dem Regenbogen zu verewigen. "Und ich eine Taube", wirft Jasmin (7) ein. Alle Fähigkeiten werden mobilisiert: Ehemänner helfen beim Basteln der Kulissen, Mitglieder aus anderen Vereinen beim Einstudieren der Tänze und andere sorgen für die Beleuchtung. "Es ist wirklich toll, zu sehen, wie alle zusammen helfen", berichtet Margit Gröhler von den Vorbereitungen.

Info Die musikalische Erzählung Noah wird von den Notenhüpfern aus Bühlertann am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr in der Kirche St. Georg aufgeführt. Freier Eintritt.

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