Stimpfach Kein weiteres RÜB notwendig

Mit Regenüberlaufbecken werden Wassermassen gelenkt und Überflutungen eingeschränkt. Foto: Carlucci
Mit Regenüberlaufbecken werden Wassermassen gelenkt und Überflutungen eingeschränkt. Foto: Carlucci
Stimpfach / WOLFGANG RUPP 21.02.2013
Die gute Nachricht: Es muss kein weiteres Becken gebaut werden. Die weniger gute: Alle RÜB müssen saniert werden. Die Kosten: 750 000 Euro

RÜB steht für Regenüberlaufbecken und davon hat die Gemeinde Stimpfach gleich acht: Randenweiler, Bahnhof, Jagstbrücke, Starkäcker, Rechenberger Straße, Talklinge, Siglershofen, Gerbertshofen. Dem Gemeinderat waren bereits im Zuge der Beratungen über die mittelfristige Finanzplanung die anstehenden Maßnahmen vorgestellt worden. Dringend sanierungsbedürftig ist das Becken an der Bundesstraße 290. Die voraussichtlichen Kosten: 200 000 Euro, die von der Gemeinde alleine finanziert werden müssten, was für Bürgermeister Matthias Strobel "sehr unbefriedigend" ist, wie er sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorsichtig ausdrückte. Weil dieses Bauwerk nicht das einzig sanierungsbedürftige ist und nach einer Berechnung aus dem Jahr 1997 "eigentlich ein weiteres Becken notwendig wäre" (Sitzungsvorlage), hatte die Verwaltung an das Ingenieurbüro Bäuerle und Partner in Ellwangen einen Planungsauftrag für alle RÜB vergeben

Dipl. Ing. Ronald Förstner hatte zwei erfreuliche Mitteilungen in der Tasche: Durch die Einbeziehung von Kanälen als Stauraum hat sich das Fehlvolumen (ursprünglich war von 300 Kubikmeter ausgegangen worden) deutlich reduziert und kann durch eine Erweiterung der Becken B 290 und Jagstbrücke "aufgefangen" werden. Damit kann sich die Gemeinde zum einen Neubau sparen und zum anderen mit einer Förderung rechnen, weil es sich bei den Maßnahmen nicht mehr nur um eine Sanierung, sondern um eine Erweiterung handelt. Nicht alle weisen derart starke Schäden am Beton auf wie das Regenüberlaufbecken Randenweiler, doch dürften die Kosten für die gesamten Sanierungsmaßnahmen bei mehr als 750 000 Euro liegen. Jetzt sollen die einzelnen Maßnahmen konkretisiert und mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden.