Mainhardt Kein Kredit nötig

Für das Mittagessen in der Mensa der Helmut-Rau-Schule müssen die Schüler bezahlen, die Betreuung bei Ganztagsunterricht ist gratis. Die CDU-Fraktion überlegt, ob man dafür nicht einen Obolus erheben sollte. Archivfoto: Ufuk Arslan
Für das Mittagessen in der Mensa der Helmut-Rau-Schule müssen die Schüler bezahlen, die Betreuung bei Ganztagsunterricht ist gratis. Die CDU-Fraktion überlegt, ob man dafür nicht einen Obolus erheben sollte. Archivfoto: Ufuk Arslan
Mainhardt / JOCHEN KORTE 09.02.2013
Einstimmig hat der Mainhardter Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch den Haushaltsplan für das laufende Jahr verabschiedet.

Seite für Seite haben Gemeinderat und Verwaltung den gesamten Etatentwurf durchgeblättert. Dabei wurden zwar viele Anmerkungen gemacht und Fragen gestellt, zu Änderungen kam es aber in keinem Fall. Bürgermeister Damian Komor und Kämmerer Friedmar Wagenländer können zufrieden sein.

Der Etat hat ein Gesamtvolumen von 13,807 Millionen Euro, davon 12,544 Millionen im Verwaltungs- und 1,263 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Die Hebesätze für die Grundsteuer A mit 360 Punkten (Land- und Forstwirtschaft) sowie die Grundsteuer B mit 350 Punkten (Grundstücke) bleiben unverändert. Die Gesamtverschuldung soll sich bis 31. Dezember auf 3,273 Millionen Euro reduzieren. Ende vergangenen Jahres waren es 3,474 Millionen. Pro Kopf sind das 830 Euro (Vorjahr: 863 Euro).

Auf grundsätzliche Anmerkungen zum Etat, wie sie Walter Mack für die CDU-Fraktion in den vergangenen Jahren gemacht hatte, wurde verzichtet.

Dennoch können die vielen Fragen und Anregungen erkennen lassen, worauf die Gemeinderäte in den kommenden Monaten ihr Augenmerk richten wollen. So möchte Walter Mack eine Aufstellung darüber haben, wie die Ganztagesbetreuung in der Helmut-Rau-Schule angenommen wird und wie die Kinder betreut werden. Auch stellte er die Frage, ob die Betreuung weiterhin kostenlos bleiben oder man einen Obolus erheben solle.

Gemeinderat Gerhard Weidner hakte in Sachen Friedhofserweiterung in Mainhardt nach. Viele Parzellen seien unbelegt. Seiner Meinung nach hätte es der umfangreichen Erweiterung nicht bedurft. Stattdessen seien mehr Urnenwände nötig. Der Trend zur Urnenbestattung sei bei dem Beschluss zur Friedhofserweiterung nicht absehbar gewesen, so die Verwaltung. "Nach der Schlacht ist jeder General", so der trockene Kommentar von Walter Mack.

Der Ritt quer durch die Einzelposten betraf unter anderem die Entschlammung des Lammsees, die Ausstattung der Feuerwehr mit Meldeempfängern, die Jagdpacht, die Personalkosten und den Ansatz für die Seniorenarbeit in Höhe von 2500 Euro. Der Stellenplan erhöht sich von 80,6 und 80,9 Stellen. Für Personalkosten werden in diesem Jahr 3,072 Millionen Euro fällig, 103000 Euro mehr als im Vorjahr.

Die Rücklagen mit 233780 Euro kann die Gemeinde kaum mehr angreifen. Sie liegen nur knapp über der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von 231000 Euro.