Rot am See Kaum Interesse

Seit September 2012 können die Kinder in den Kindergärten in Rot am See und Brettheim bereits ab 7 Uhr mit Kuscheltieren spielen. Foto: Marius Becker/dpa
Seit September 2012 können die Kinder in den Kindergärten in Rot am See und Brettheim bereits ab 7 Uhr mit Kuscheltieren spielen. Foto: Marius Becker/dpa
JOACHIM MAYERSHOFER 13.06.2013
Nur vier von mehr als 100 befragten Familien in der Gemeinde Rot am See haben an einer Ganztagesbetreuung im Kindergarten Interesse gezeigt. Dieses Angebot ist deshalb zurückgestellt worden.

Bürgermeister Siegfried Gröner und Hauptamtsleiterin Carola Sokoll zeigten den Gemeinderäten, dass es nach einer Umfrage derzeit für das Kindergartenjahr 2013/14 keinen Bedarf an einer Ganztagesbetreuung im Gesamtgemeindegebiet gibt. Lediglich aus dem Hauptort Rot am See meldeten sich vier Familien, so das Ergebnis. Ähnlich gering gestaltet sich die Nachfrage nach Krippenplätzen für ein- bis zweijährige Kinder. Nur drei von 34 Kindern mit einem Rechtsanspruch auf einen solchen Platz sind im Kindergarten in Rot am See angemeldet. Im Brettheimer Pendant ist kein einziges von 16 anspruchsberechtigten Kindern gelistet. Die Gemeindeverwaltung hat sich deshalb dazu entschlossen, in Rot am See eine Krippengruppe mit zehn Plätzen zu installieren. Dort kümmmern sich zwei Betreuer um die drei Ein- bis Zweijährigen und um sieben Zwei- bis Dreijährige. Sollte in Zukunft der Bedarf an Krippenplätzen steigen, werde man weitere schaffen, versprach Bürgermeister Siegfried Gröner. "Dazu stehe ich!"

Insgesamt wurden für den Kindergarten Rot am See ab September eine altersgemischte sowie zwei normale Regelgruppen, zwei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten - eine davon altersgemischt - sowie eine Krippengruppe beantragt. Von 162 Kindern mit Rechtsanspruch sind 104 angemeldet, hinzu kommen noch vier Kinder, die vom Schulbesuch zurückgestellt sind.

Im Kindergarten Brettheim sind 58 von 76 Kindern mit Rechtsanspruch angemeldet. Sie werden auf eine normale und eine altersgemischte Regelgruppe sowie eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten aufgeteilt. Ein Wechsel zwischen den unterschiedlichen Gruppenarten ist jeweils halbjährlich möglich, teilt die Gemeinde mit.

Die monatlichen Elternbeiträge erhöhen sich ab September im Vergleich zum vorherigen Kindergartenjahr leicht. Gestaffelt sind die Preise nach der Anzahl der Kinder unter 18 Jahren in der Familie. Für ein Kind in der Regelgruppe sind dann maximal 111 Euro zu entrichten (bisher 107 Euro), in der Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten 119 statt 116 Euro. Eltern müssen für Kinder unter drei Jahren jeweils den doppelten Beitrag zahlen. Höchstens 300 Euro pro Monat werden für ein Kind in der Krippengruppe fällig.

Info Ab August hat jedes Kind, welches das erste Lebensjahr vollendet hat, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.