Schwäbisch Hall. 83 Prozent wünschen sich eine generelle Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche, 73 Prozent befürworten einen neuen Umgang mit evangelischen Christen, die mit Katholiken verheiratet sind. Das ergab die Auswertung von rund 10 00 Katholiken fordern Reformen

"Was haben Sie ganz persönlich gegen Frauen im Priesteramt?", wollen die drei Teilnehmerinnen aus dem Kreis Hall Renate Mundt, Elisabeth Flores León und Evelyne Schickner vom Bischof wissen. Für Gebhard Fürst (links) stellt sich diese Frage nicht: Frauen in Weiheämtern - das sei von der Bibel nicht gedeckt. Foto: Tobias Würth
"Was haben Sie ganz persönlich gegen Frauen im Priesteramt?", wollen die drei Teilnehmerinnen aus dem Kreis Hall Renate Mundt, Elisabeth Flores León und Evelyne Schickner vom Bischof wissen. Für Gebhard Fürst (links) stellt sich diese Frage nicht: Frauen in Weiheämtern - das sei von der Bibel nicht gedeckt. Foto: Tobias Würth
Schwäbisch Hall. 83 Prozent wünschen sich eine generelle Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche, 73 Prozent befürworten einen neuen Umgang mit evangelischen Christen, die mit Katholiken verheiratet sind. Das ergab die Auswertung von rund 10 00 / TOBIAS WÜRTH 30.03.2013
"Kämpfen Sie mit uns für das Priesteramt der Frau!", wird der Bischof in Hall aufgefordert. Gebhard Fürst zeigt sich beim Regionalforum reformwillig. Nur eines, das will er nicht: Frauen im Priesteramt.

"Kämpfen Sie mit uns!", wird der Bischof aufgefordert. Viele Frauen engagieren sich in der Gemeinde, sind frustriert, dass sie nicht in die wirklich wichtigen Ämter dürfen. Der Bischof bleibt hart: "Das Priesteramt der Frau ist nicht möglich." Jesus habe eben Männer als Jünger berufen.

Der Bischof kann sich aber vorstellen, das Diakonatsamt (die erste sakramentale Weihestufe) für Frauen zu öffnen. Allerdings nur dann, wenn die "Zeit dazu reif ist". Vielleicht ist sie das ja bald? Fürst: "Wir haben einen neuen Papst. Franziskus. Eine Überraschung."