Schrozberg Kastanie beim Schrozberger Bahnhof aus Sicherheitsgründen gefällt

Für eine morsche Kastanie vor dem Bahnhof in Schrozberg gab es keine Rettung mehr: Der rund 100 Jahre alte Baum musste gefällt werden. Privatfoto
Für eine morsche Kastanie vor dem Bahnhof in Schrozberg gab es keine Rettung mehr: Der rund 100 Jahre alte Baum musste gefällt werden. Privatfoto
HARALD ZIGAN 06.11.2014
Nicht mehr zu retten war eine Kastanie am Schrozberger Bahnhof: Der altehrwürdige, aber morsche Baum musste dieser Tage gefällt werden.

"Aus Jux und Tollerei fällen wir keine Bäume" - so reagierte Thomas Pöschik, Leiter des Bauamtes bei der Stadtverwaltung, auf die auch beim HT eingegangenen Klagen von einzelnen Schrozberger Bürgern über diesen Baumverlust.

Die Stadt habe eine Verkehrssicherungspflicht, die bei der morschen, rund 100 Jahre alten Kastanie nicht mehr zu erfüllen gewesen sei: "Den Weg an diesem Baum vorbei benutzen viele Schulkinder und Bahnfahrer", sagte Thomas Pöschik, "da müssen wir einfach Vorsorge treffen, dass herabfallende Äste niemand gefährden können."

Entlang der früheren Ladestraße am Bahnhof stehen noch weitere Kastanien. Bei zwei Bäumen hegt der Leiter des Bauamtes den Verdacht, dass sie ebenfalls von astzermürbender Altersschwäche befallen sein könnten: "Ein Baumdoktor wird diese zwei Bäume mal genauer unter die Lupe nehmen."

Auf den liebgewordenen Anblick der Bäume vor dem historischen Bahnhofsgebäude müssen die Schrozberger aber nicht verzichten: Fünf neue Kastanien werden auf dem Areal gepflanzt, die dann später eine neue Allee oberhalb der Bahnhofstraße bilden sollen - was auch den "Grünplänen" für die anstehende Stadtsanierung in diesem Gebiet entspricht.