Schrozberg Kahlschlag für freie Sicht auf ein Bahn-Signal

HAZ 14.02.2013

Eine radikale Rodung am Bahndamm in Schrozberg fiel Bürgern unangenehm auf: Bei der Fällaktion der Bahn, die aus Sicherheitsgründen in der Nachtzeit anberaumt war, wurden Hecken und Bäume offenbar mit schwerem Gerät auf etlichen Metern Länge massiv gestutzt. Zum Teil wurden die Gehölze im Einfahrtsbereich des Schrozberger Bahnhofs aus Richtung Niederstetten bis zum Boden hinab abgesägt.

Thomas Dankowski zeichnet bei der "Westfrankenbahn" mit Sitz in Aschaffenburg auch für die Instandhaltung der "Tauberbahn" verantwortlich. Auf HT-Anfrage begründete er die Rodung mit einer Anordnung des Eisenbahnbundesamtes: Bei einer Kontrolle der Strecke sei aufgefallen, dass ein in der Kurve vor dem Bahnübergang beim Lagerhaus aufgestelltes Einfahrtssignal für den Bahnhof nicht mehr richtig zu erkennen war. "Die Vorschriften", so Thomas Dankowski, "sind eindeutig: Die freie Sicht auf das Signal muss mindestens 700 Meter betragen und deshalb musste gerodet werden."