Crailsheim Jungle-Beat: blauer Himmel, beste Laune

Das Jungle-Beat-Festival lockte auch 2018 wieder viele Besucher an.
Das Jungle-Beat-Festival lockte auch 2018 wieder viele Besucher an. © Foto: Leonie Lorenz Fotografie
Crailsheim / Michael Ströbel 03.08.2018
Beim Jungle-Beat-Festival in Saurach kamen Musik- und Partyliebhaber wieder voll auf ihre Kosten.

Knapp 4500 Besucher, davon gut 2500 auch als Campinggäste, 350 ehrenamtliche Helfer, 50 Bands und vier Bühnen – das sind die Eckdaten des dreitägigen Jungle Beat. Und sie beschreiben die Faszination, die von diesem Festival ausgeht, nicht einmal im Ansatz. An allen Ecken ist zu spüren, dass die Leute, die hinter diesem Fest stehen, mit viel Leidenschaft am Werke sind und dass sie viel Liebe in diese Veranstaltung stecken. Das fängt bei der  kreativen Dekoration und Bühnengestaltung an und hört bei der lockeren Atmosphäre, die überall herrscht, auf. Das Jungle Beat und die Veranstalter von Beat-Bus e.V. brauchen den Vergleich mit den großen kommerziellen Festivals in der Region nicht zu scheuen. Ganz im Gegenteil.

„Es war auf jeden Fall eines der schönsten Jungle Beat-Festivals“, lautet das zufriedene Fazit von Manuel Kochendörfer, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Beat-Bus e.V. „Im Vergleich zu den Vorjahren stecken noch mehr Details, mehr Liebe und Leidenschaft im Festival, das setzt eine schöne Krone obendrauf.“ Auch sonst ist er stolz aufs Erreichte: „Wir hätten vor ein paar Jahren nicht damit gerechnet, dass es mal so ein großes und schönes Festival wird, haben uns einfach von Jahr zu Jahr gesteigert“, sagt er. „Wir danken zudem allen Beteiligten – den Ehrenamtlichen, der Security, den Künstlern, den Anwohnern und natürlich den Besuchern.“

Heiß ging es her beim Festival: Vor den vier Bühnen wurde ausdauernd getanzt, und auch die Sonne trug ihren Teil bei und entlockte der feiernden Menge die eine oder andere Schweißperle zusätzlich. Wegen eines aufziehenden Unwetters musste das Programm am Samstag  gegen 17 Uhr  für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Zu stark war der Sturm, der aber schnell wieder vorübergezogen war. „Das war aber kein Problem und reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Petra Hertfelder vom Sicherheitsdienst. Die Leute warteten  auf dem Campingplatz oder in ihren Fahrzeugen – bis um etwa 18 Uhr weiter getanzt wurde.

Zum ersten Mal hat Luisa Gentner das Jungle Beat-Festival besucht. Besonders begeistert war die 20-Jährige aus Aalen von dem Festivalgelände: „Es gibt sehr viel schöne Deko, viele bunte Lichter und die Bühnen mitten im Wald sind auch richtig cool.“ Auch die anderen Besucher seien super drauf und sehr hilfsbereit. Eigentlich seien sie zu zweit zum Festival gefahren, hätten auf dem Campingplatz aber sofort Anschluss an eine nette Gruppe gefunden und seien herzlich aufgenommen worden. Besonders gut fand sie auch das Essensangebot: „Kässpätzle, Flammkuchen und Wraps waren richtig, richtig lecker.“ Und so wäre auch sie „sehr traurig“, wenn es das Festival im nächsten Jahr wirklich nicht mehr geben würde.

Neben all der lauten Musik und den liebevoll und bunt gestalteten Bühnen spielte auch das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit wieder eine große Rolle. Mit dem Festivalmaskottchen „Mojaki“, einem indigenen Ureinwohner, wollten die Veranstalter auf die Vielfalt des Dschungels und die Bedrohung dieses Lebensraums durch den Menschen hinweisen und zeigen, dass es auch möglich ist, in Einklang mit der Umwelt zu leben. Die Bühnen griffen dieses Thema  auf, und auch mit umweltschonenden Holztoiletten, mit denen die Ausscheidungen kompostiert werden können, gingen die Veranstalter mit gutem Beispiel voran.

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