Nur noch wenige Wochen, dann geht der Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken von „Jugend forscht“ in die nächste Runde. Circa 130 Nachwuchsforscher haben sich mit rund 60 Projekten angemeldet. Sie sind momentan noch in den letzten Zügen, ihre Arbeiten fertigzustellen, um sie dann am 13. Februar am Campus in Künzelsau einer Jury zu präsentieren. „Am Sonntag mussten die schriftlichen Ausarbeitungen eingereicht werden“, berichtet Silvia Böhler, die den Regionalwettbewerb seit 2011 leitet. Mit der Gesamtzahl der Bewerbungen ist Böhler zufrieden. Es sind ähnlich viele wie im vergangenen Jahr.

14 Haller Projekte sind eingegangen, etwas weniger als 2019. Davon sind 13 der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ zuzuordnen. Darunter fallen alle Schüler bis 14 Jahre. Die Teilnehmer kommen vom Erasmus-Widmann-­Gymnasium, vom Gymnasium bei St. Michael sowie von der ­Hector-Kinderakademie und forschen zum Teil alleine und teils in Zweier- oder Dreiergruppen.

Forscher-AG für Klasse 7 beim Gymnasium an St. Michael

Die Projekte werden verschiedenen Wissenschaftsbereichen zugeordnet. „Sowohl 2019 als auch dieses Jahr sind es verhältnismäßig viele in der Physik. Das Fachgebiet hat sich gemausert. Biologie, Technik und Arbeitswelt sind immer hoch im Kurs. Chemie war 2019 stark vertreten. Die Zahl hat sich nun von fast 20 auf unter zehn reduziert. Bei Mathematik und Geo-Raumwissenschaften sind es immer wenige“, gibt die Hallerin einen Gesamtüberblick.

Sie selbst ist Lehrerin am Gymnasium bei St. Michael, das mit sieben Projekten an den Start geht. Ihre Kollegen Achim Knaack und Joachim Kern sind Leiter der Forscher-AG, die für die Klassenstufe 7 angeboten wird. 15 Schüler nehmen in diesem Jahr teil. Eine Gruppe beschäftigte sich zum Beispiel mit dem Bob-Kirk-Effekt. Hierbei geht es um die Zuordnung von Namen zu Eigenschaften von Personen wie dick oder dünn. Eine andere Gruppe ging den Einflüssen auf Keimung und Wachstum von Kresse nach.

Vom Erasmus-Widmann-Gymnasium (EWG) gehen vier Projekte an den Start. Sechs Schüler werden von Lehrerin Ina Rübenstrunk betreut. Felix Müssig, der bereits 2019 mit seinem Roboterarm dabei war, arbeitet von zu Hause aus. Er bekommt Unterstützung von seinem Bruder, der ebenfalls das EWG besucht, aber schon seinen Abschluss gemacht hat und studieren will. „Das ist erlaubt“, sagt Böhler. Dass Arbeiten über mehrere Jahre weiterentwickelt werden, ist nicht ungewöhnlich. Im Gegenteil: „Wir motivieren zum Weiterarbeiten“, betont Böhler. Zwei Sechstklässler des EWG, die ebenfalls schon 2019 mitgemacht haben, nehmen auch dieses Jahr teil. Sie haben Karamell hergestellt und untersucht. Eine andere Gruppe ist dem Unterschied im Geschmack von frischen und braunen Äpfeln nachgegangen.

Regionalwettbewerb über drei Tage

Die jüngsten Forscher kommen von der Haller Hector-Kinderakademie. Sie wird von der Biologin Dr. Kerstin Kern geleitet und für Grundschüler angeboten. Drei Projekte gehen aus der Akademie hervor. Die Schüler haben sich mit „Farben aus Lebensmitteln und Pflanzen“ beschäftigt. Eine Arbeit heißt „Der Superbesen“. Auch Cremes mit Blütenduft wurden untersucht. Für alle Wettbewerbsteilnehmer gilt es nun, die Präsentationen vorzubereiten. Der Wettbewerb läuft über drei Tage (siehe unten). Dieses Jahr findet er im Neubau der Hochschule Künzelsau statt. „Ich bin schon gespannt, wie die Atmosphäre sein wird. Die Stände sind wohl nicht mehr auf mehrere Räume verteilt, sondern alle Projekte werden in einem großen Saal präsentiert“, so Böhler.

Eine weitere Schule aus dem Haller Landkreis nimmt am Wettbewerb teil. Das Crailsheimer Albert-Schweitzer-Gymnasium geht mit drei Projekten ins Rennen.

Präsentation am 15. Februar am Campus Künzelsau


„Jugend forscht“ richtet sich an Schüler ab der vierten Klasse. Das Teilnahmealter ist auf 21 Jahre beschränkt. Schüler bis 14 Jahre treten bei „Schüler experimentieren“ an. Es gibt sieben Bereiche: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo-Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik sowie Technik. Zum Projekt muss ein Experiment gehören. Die 14 Haller Projekte werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Der Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken findet von Donnerstag, 13. Februar, bis Samstag, 15. Februar, am Campus Künzelsau statt. EBM-Papst ist die Patenfirma. Die Projekte werden am ersten Tag bewertet, am Tag darauf ist die Verkündung der Gewinner. Interessierte können sich die Projekte am Samstag von 9 bis 13 Uhr anschauen. Mehr Informationen auf www.jugend-­forscht.de. ena