Großaltdorf Jasmin Jurthe mit beiden Hunden erfolgreich bei Agility-Meisterschaften

Die Agility-Sportlerin Jasmin Jurthe mit ihrem "Ayano" bei der 15. Deutschen Meisterschaft des VdH in Kleinblittersdorf bei Saarbrücken. Foto: Wolfgang Jurthe
Die Agility-Sportlerin Jasmin Jurthe mit ihrem "Ayano" bei der 15. Deutschen Meisterschaft des VdH in Kleinblittersdorf bei Saarbrücken. Foto: Wolfgang Jurthe
CORNELIA KAUFHOLD 16.01.2014
Fly geht dieses Jahr in den Ruhestand. Ayano wird damit zum Alleinstarter. Der dreieinhalbjährige Hund ist ausgeglichen, solange er keinen Parcour vor der Schnauze hat. Wenn er den sieht, gibt der Border Gas.

Jasmin Jurthe ist hochzufrieden. Seit sieben Jahren tritt die 26-jährige Studentin aus Großaltdorf mit ihrem Border Fly bei Agility-Wettbewerben an. Die erste und zweite Etappe der Qualifikation für die WM hat sie mit ihm geschafft. Ihr größter Erfolg war bis jetzt die Teilnahme an der WM-Qualifikation 2012. Jetzt nimmt sie den Hund aus dem Sport. "Er hat einen guten Job gemacht", sagt sie. "Sein letztes Jahr war sein bestes."

2013 lief sie mit beiden Hunden auf höchster Ebene mit. Fly wurde Kreismeister, auf Verbandsebene sechster und bei der Meisterschaft des Deutschen Hundeverbands 16. In Löchgau wird er sein letztes Turnier laufen, ausgerechnet da, wo er 2006 erstmals an den Start gegangen war. Schon jetzt weiß Jasmin: "Das wird mir das Herz brechen". Doch mit zehn Hundejahren hat Fly das Rentenalter erreicht. Jasmin will sich dann auf Ayano konzentrieren. Der Kleine schaffte drei Meisterschaften, überraschte Frauchen mit einem 14. Platz im Jumping-Lauf bei den German Classics, die in der Szene als hochqualifiziertes Turnier gilt. Jasmin ahnte, dass einiges in Ayano steckt, aber dass er so schnell ist, das hätte sie niemals gedacht. Insgesamt war 2013 ein "furchtbar tolles Jahr", resümiert sie.

Das Training geht weiter. Jasmins Ziel ist die Teilnahme an der WM im September. Für die WM-Qualifikationen hat sie sich bereits mit Fly und Ayano qualifiziert. Um ihre Führungsqualitäten zu optimieren, besucht sie Seminare, arbeitet mit Hundesportlern mit WM-Erfahrung. Denn unbemerkt schleichen sich kleine Fehler ein, und die sollten behoben werden, "damit die Mensch-Hund-Beziehung wieder stimmt, sonst kommt man im Agility nicht weiter". Beruflich hat sie auch eine hohe Hürde zu nehmen, ihre Bachelorarbeit.