Landkreis Jäger im Kreis lehnen neues Jagdrecht ab

Landkreis / DYK 19.03.2014
Keine Einigung bei der Novelle des Jagdrechts im Land: Die Jäger im Kreis lehnen die Reform ab, berichtet der Kreisjägermeister. Unterstützt werden sie dabei von Landtagsabgeordneten von CDU und FDP.

Das Gesetz in der jetzigen Form wird von den Jägern "in Bausch und Bogen abgelehnt", berichtet der Kreisjägermeister Wilfried Ziegler nach seiner Rückkehr von einer Tagung der Kreisjägermeister im Land. Die Jäger hätten sich ein schlankeres Jagdgesetz gewünscht, herausgekommen sei dagegen ein detaillierter Gesetzentwurf mit viel "fachfremder Ideologie, die mit der Jagdpraxis nichts zu tun hat", so Ziegler. Im Stuttgarter Landtag hatte die CDU-Fraktion die Novelle des Landwirtschaftsministers Alexander Bonde (Grüne) scharf kritisiert. Eigentlich hätte es nur weniger Änderungen bedurft, meint der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Rüeck aus Crailsheim. Der Landesregierung schwebt jedoch ein "Jagd- und Wildtiermanagementgesetz" vor, das "ideologisch motiviert" sei. Das Gesetz solle die Jäger bevormunden, schimpft auch der FDP-Abgeordnete Friedrich Bullinger aus Rot am See. Ihre Handlungsfreiheit bei Hege und Artenschutz werde stark beschränkt. Rüeck ärgert sich über das Zustandekommen der Novelle: In den 27 Sitzungen des Beteiligungsverfahrens sei keine Einigung erzielt worden, weshalb Bonde zusammen mit Naturschutzverbänden Fakten geschaffen habe. Die Jäger wollen nun versuchen, parallel zum Gesetzgebungsverfahren die Abgeordneten zu informieren.Info Die geplante Reform des Jagdrechts wird Thema bei der Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung am Freitag, 21. März, ab 19 Uhr in der Festhalle in Oberfischach.