Wohnen In die Zukunft geplant

Im zweiten Bauabschnitt des Gebiets Stettwegäcker in Gründelhardt wird kräftig gebaut. Hier gibt es inzwischen nur noch zwei freie Bauplätze.
Im zweiten Bauabschnitt des Gebiets Stettwegäcker in Gründelhardt wird kräftig gebaut. Hier gibt es inzwischen nur noch zwei freie Bauplätze. © Foto: Christine Hofmann
Frankenhardt / Christine Hofmann 03.01.2018
In Frankenhardt gehen Bauplätze weg wie warme Semmeln. Nun soll untersucht werden, wo künftig neue Baugebiete entstehen könnten.

Die Bauplatznachfrage ist in der Gemeinde Frankenhardt in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Von 2014 bis heute sind insgesamt 53 Bauplätze verkauft worden, das entspricht durchschnittlich jährlich 13 Plätzen. Im Jahr 2017 konnten sogar 18 Grundstücke für Einfamilienhäuser veräußert werden.

Der Pool an verfügbaren Bauplätzen schrumpft stetig. Aktuell gibt es insgesamt noch zwölf Plätze in vier Ortsteilen, von denen allerdings sieben bereits reserviert sind. Um auch künftig jungen Familien die Möglichkeit zu bieten, sich in der Gemeinde niederzulassen, plant die Verwaltung, zeitnah Bebauungspläne zu erstellen und nach und nach neue Wohnbauflächen zu erschließen. „Wir wollen für die Zukunft Vorsorge treffen“, erklärt Bürgermeister Jörg Schmidt.

Einige Flächen sind noch als künftige Wohnbauflächen im Flächennutzungsplan vorgesehen. Dazu gehören in Honhardt das Gebiet Kälberwasen IV am westlichen Ortsrand, das jetzt realisiert werden soll (das HT berichtete), sowie eine Fläche zwischen dem Gewerbegebiet Riedwasen und der Fränkischen Straße. In Gründelhardt ist am westlichen Rand eine Erweiterung des Gäßlesäckers vorgesehen und in Oberspeltach gibt es ein Mischgebiet südlich des Friedhofs, das künftig Bauland werden könnte.

Doch wo soll es dann weitergehen? Ein Wohnbauflächenentwicklungskonzept, dessen Erstellung durch das Kreisplanungsamt der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, soll genau diese Frage klären. Untersucht werden soll nicht nur das Entwicklungspotenzial in den drei Hauptorten Gründelhardt, Honhardt und Oberspeltach, sondern auch in den größeren Ortsteilen Waldbuch, Spaichbühl, Sandhof und Steinbach/Jagst. „Es wird ein halbes Jahr bis ein Jahr dauern, bis das Konzept vorliegt“, berichtet Hauptamtsleiterin Simone Gahm.

Anschließend soll die Aufnahme der neuen Potenzialflächen in den Flächennutzungsplan der Gemeinde beantragt werden. Dieser Prozess werde weitere zwei bis drei Jahren Zeit in Anspruch nehmen, schätzt Gahm. Dann erst können Bebauungspläne erstellt werden, was weitere ein bis zwei Jahre dauern wird.

Zum Schluss könne die Erschließungsplanung erstellt und neues Bauland bereitgestellt werden. „Es kann also noch gut und gerne fünf bis zehn Jahre dauern, bis tatsächlich Wohnbauplätze angeboten werden“, so die Hautamtsleiterin. Umso wichtiger sei es, den Prozess bereits jetzt in Gang zu setzen.

Gemeinderat Roland Grosser erinnert daran, trotz der Suche nach Plätzen für neue Baugebiete die innerörtliche Entwicklung im Blick zu behalten: „Wir sollten ebenfalls prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, Baulücken zu schließen oder Häuser aufzukaufen.“ Außerdem sollte geprüft werden, wo weitere Gewerbeflächen entstehen könnten, wirft Gemeinderat Reinhardt Hassel ein.

Bürgermeister Jörg Schmidt begrüßt die zweigleisige Strategie. „Es sollte tatsächlich beides parallel laufen. Wir müssen das innerörtliche Entwicklungspotenzial nutzen und nach möglichen neuen Baugebieten Ausschau halten.“

Freie Bauplätze in Frankenhardt

Im Baugebiet Stettwegäcker in Gründelhardt gibt es noch zwei Plätze, im Baugebiet Burgberg-Erweiterung in Oberspeltach noch sechs Plätze und in Mainkling weitere zwei Bauplätze. In Honhardt kann aktuell noch in der Schulstraße gebaut werden (ein Platz) sowie in der Hällischen Straße (ein Platz). hof

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