Satteldorf Im Häuslesbühl nimmt die Kommune richtig Geld in die Hand

Rund ums neue Baugebiet Häuslesbühl in Satteldorf wird kräftig gebaggert. Der Anschluss ist jetzt geschafft. Das freut Bürgermeister Kurt Wackler.
Rund ums neue Baugebiet Häuslesbühl in Satteldorf wird kräftig gebaggert. Der Anschluss ist jetzt geschafft. Das freut Bürgermeister Kurt Wackler. © Foto: Ute Schäfer
Satteldorf / Ute Schäfer 09.11.2018
Kein ungezügeltes Wachstum in Satteldorf, mahnt Bürgermeister Wackler. Die Bauplätze sollen noch eine Weile halten.

Das Baugebiet Häuslesbühl hat den Anschluss geschafft: Die Straßenverbindung in den Ort ist angelegt. Die Bagger sind zugange, und von der Ellrichshausener Straße aus gleicht das Gebiet einer Mondlandschaft.

Hier entsteht gerade ein Großprojekt – das neue Wohngebiet Häuslesbühl. Es umfasst insgesamt acht Hektar zwischen Bronnholzheimer und Ellrichshausener Straße. Geplant sind zum größten Teil Einfamilien-, aber auch Mehrfamilienhäuser in mehr oder weniger dichter Bebauung. Derzeit wird an der Infrastruktur, sprich an Kanälen, Leitungen und Straßen gebaut.

Im ersten Bauabschnitt finanziert die Gemeinde 2,6 Millionen Euro – eine satte Stange Geld, die sich durch Grundstücksverkäufe in den kommenden Jahren allerdings relativieren soll. Wie hoch die Einnahmen sind, ist noch ungewiss. Denn erst müssen die Grundstückspreise festgelegt werden. Dieses Thema werde der Gemeinderat voraussichtlich in seiner Novembersitzung auf der Tagesordnung vorfinden, teilte Wackler mit.

Es gibt permanent Anfragen

Dass die Gemeinde die Grundstücke aber gut verkaufen kann, daran zweifelt der Bürgermeister nicht. „Es sind permanent Anfragen da.“ Dennoch will Wackler die Verkäufe bremsen. „Ich bin sicher, wir könnten sehr viel sehr schnell verkaufen. Doch das bringt eine Bugwelle an Folgeinvestitionen mit sich.“ Kommen alle Familien auf einmal, drängen viele Kinder in Kindergärten und Schulen. Wackler: „Dann reichen dort die Kapazitäten nicht.“ Doch ein paar Jahre später sei die Welle durch und die Kindergärten wieder leer. „Es ist besser, das Wachstum etwas zu bremsen.“

Auch die Integration in den Alt­ort erschwere sich bei zu vielen Zuzügen. „Das Gebiet soll ja auch noch eine Weile halten. Wenn in Satteldorf zu viel angeboten ist, schauen die Leute außerdem in Gröningen oder Ellrichshausen nicht mehr.“ Insgesamt sollen gut 80 Plätze auf dem Häuslesbühl entstehen, 50 allein im ersten Bauabschnitt.  Langsames und nachhaltiges Wachsen wünscht sich Wackler. Deshalb will er den Verkauf über mehrere Jahre strecken. Der Grundstücksverkauf beginnt aber erst im neuen Jahr. „Wir haben ja noch nicht mal die Warteliste geöffnet.“

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